Was ist da passiert? Noch immer ermittelt die Kriminalpolizei Friedrichshafen in einem rätselhaften Zwischenfall, der sich vergangene Woche in Tettnang ereignet hat: Am Dienstagabend besuchte eine junge Mutter die Einrichtung in der Narzissenstraße, sie brachte ihren dreijährigen Sohn mit. Ein dort lebender 37-Jähriger hielt kurze Zeit später den Jungen zunächst aus einem Küchenfenster. Der Mann war betrunken. Später packte er das Kind und hielt es über die Brüstung eines offenen Treppenhauses am Gebäude – und ließ es nach Polizeiangaben fallen.

Das Kind fiel bei dem Zwischenfall auf gepflasterten Boden.
Das Kind fiel bei dem Zwischenfall auf gepflasterten Boden. | Bild: Benjamin Schmidt

Junge kam mit Blessuren davon

Der Junge stürzte vier Meter in die Tiefe und landete auf gepflastertem Boden. Der alarmierte Rettungsdienst stellte fest, dass das Kind zum Glück mit leichten Blessuren davongekommen ist. Der 37-Jährige mutmaßliche Täter wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg einem Haftrichter vorgeführt – und in Untersuchungshaft gebracht.

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Gut eine Woche nach dem Unglück sind nach Auskunft von Staatsanwältin Christine Weiss noch viele Fragen offen. Der Mann befinde sich noch immer in Haft. „Derzeit werden Zeugen vor Ort befragt“, so Weiss. Deren Aussagen müssten dann untereinander abgeglichen werden. Eine zusätzliche Herausforderung dabei: Die Ermittler brauchen bei ihrer Arbeit oftmals Übersetzer. Laut Weiss ist mit neuen Erkenntnissen erst Ende der kommenden Woche zu rechnen.