Nachdem sich die betroffenen Kommunen, der Landkreis und der Regionalverband beim Ausbau der Bundesstraße 31 zwischen Immenstaad und Meersburg für einen vierspurigen Ausbau ohne Standstreifen ausgesprochen haben, gibt es jetzt das Kontra: Die B 31-neu wird weiterhin vierspurig mit Standstreifen geplant, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Verkehr Stuttgart.

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Querschnitt mit Standstreifen 28 Meter

Der Querschnitt wird dementsprechend 28 Meter betragen, statt 21 Meter ohne Standstreifen. Eine Lösung ohne den zusätzlichen Streifen sieht Andreas Hollatz, Leiter der Abteilung Straßenbau im Ministerium für Verkehr kritisch. „Diese Lösung mag verlockend klingen, weil sie den Flächenverbrauch mindert. Wegen der Richtlinien des Bundes ist dies jedoch nicht umsetzbar“, wird Hollatz in der Mitteilung zitiert.

Dirk Abel, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Tübingen, betont auf Nachfrage des SÜDKURIER: „Wir haben den Auftrag vom Bund bekommen, die B31-neu vierspurig mit Standstreifen zu planen. So lange wir von dort nichts anderes hören, planen wir in diese Richtung weiter.“ Meinungen der Kommunen hätten an dieser Stelle kein Gewicht.

Richtlinien schaffen Grundlage

Die B 31 hat eine wichtige Verbindungsfunktion im Bodenseeraum. Dabei liegt die Verkehrsbelastung im Grenzbereich zwischen einer dreistreifigen und einer zweibahnigen, vierstreifigen Lösung. Die Richtlinien würden eine Grundlage schaffen, um diese Vorgaben im Straßenentwurf abbilden zu können.

Grundsätzlich gibt es in diesem Fall sowohl die Möglichkeit die Richtlinie für die Anlage von Landstraßen (RAL 2012) zu nutzen, die die Grundlage für einen dreistreifigen Ausbau bildet, als auch die Möglichkeit die Richtlinie für die Anlage von Autobahnen (RAA 2008) zu verwenden.

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Um den Flächenverbrauch zu reduzieren, hatte sich das Land beim Bund für einen dreistreifigen Querschnitt eingesetzt. Nachdem sich der Bund insbesondere wegen der Erhöhung der Verkehrssicherheit, der besseren Entlastung der Ortsdurchfahrten sowie der überregionalen Verbindungsfunktion der B 31 für die zweibahnige, vierstreifige Lösung entschieden hat, sei die Richtlinie RAA 2008 anzuwenden, heißt es seitens des Ministeriums für Verkehr.

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„Als Auftragsverwaltung des Bundes sind wir gehalten, die Strecke nach den gegenwärtig gültigen Richtlinien des Bundes zu planen. Für diese autobahnähnliche zweispurige Bundesstraße ist nur der Regelquerschnitt RQ 28 definiert und zulässig. Dieser Querschnitt sieht unter anderem aus Sicherheitsgründen einen Standstreifen vor“, so Andreas Hollatz.