Es ist nicht immer einfach im Klinikalltag. Corona und andere Krankheiten sorgen dafür, dass einige Mitarbeiter derzeit nicht arbeiten können. Und dann ist da auch noch die Urlaubszeit, die dafür sorgt, dass etwa im Helios-Spital in Überlingen momentan einige Fachbereiche knapp besetzt sind.

Helios-Spital Überlingen: Fehlstand im Sommer kann gut kompensiert werden

Doch meist könne der Fehlstand gut kompensiert werden, wie Chefarzt Ole Bayer betont. „Unsere Mitarbeiter zeigen eine riesige Bereitschaft in der aktuellen Situation auszuhelfen.“ Weiter werde daran gearbeitet, Personal zu rekrutieren, um in Zeiten wie diesen mittel- bis langfristig flexibler zu sein und die Mitarbeiter zu entlasten, die mit Engagement bei der Sache sind. „Wir sind unseren Kollegen mehr als dankbar“, sagt Bayer.

Einige Fachbereiche sind im Sommer im Helios Spital Überlingen knapp besetzt.
Einige Fachbereiche sind im Sommer im Helios Spital Überlingen knapp besetzt. | Bild: Stefan Hilser

Dankbar ist auch Udo Trautmann, Chefarzt der Geburtshilfe und Gynäkologie. Trautmann weiß, dass sich die Mitarbeitersituation jederzeit kurzfristig ändern könne, sodass es beispielsweise „in seltenen Fällen zur Abmeldung des Kreißsaals“ kommen könne. „Zum jetzigen Stand ist unser Schichtsystem im Kreißsaal gesichert“, sagt der Chefarzt.

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Medizin Campus Bodensee: Geplante Behandlungen verschoben und längere Wartezeiten

Auch am Medizin Campus Bodensee (MCB) gab es in den vergangenen Wochen personalbedingte Einschränkungen beziehungsweise eine Anpassung der Patientenversorgung. „Anfang August mussten wir unsere Kapazitäten anpassen“, sagt Pressesprecherin Susann Ganzert.

Der Grund: Aktuell fehlt am MCB eine „überdurchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern“ krankheitsbedingt. Dadurch sei es zu terminlichen Verschiebungen von geplanten Eingriffen und Behandlungen gekommen sowie zu längeren Wartezeiten, etwa bei diagnostischen Untersuchungen.

Susann Ganzert, Pressesprecherin Medizin Campus Bodensee: „Anfang August mussten wir unsere Kapazitäten anpassen.“
Susann Ganzert, Pressesprecherin Medizin Campus Bodensee: „Anfang August mussten wir unsere Kapazitäten anpassen.“ | Bild: Medizin Campus Bodensee

Temporär seien auch die Kreißsäle des MCB betroffen. Probleme für werdenden Mamas gebe es aber nicht. „Wir setzen seit vielen Jahren auf Beleghebammen, die sich selbst organisieren und so – unter anderem mit einem Rufdienst – sicherstellen, dass werdende Mamas bei der Geburt kompetent begleitet werden können“, berichtet Susann Ganzert.

Abgesehen davon sei auch die Notfallversorgung von den Maßnahmen nicht betroffen. „Sie ist rund um die Uhr gewährleistet“, unterstreicht Roman Huber, Ärztlicher Direktor des Klinikums und Chefarzt der Klinik für Neurologie. Voraussichtlich normalisieren sich die Engpässe nach der Sommer-Urlaubsphase wieder.

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