Eine Stichverletzung im Brustbereich dürfte zum Tod des 38-jährigen Opfers geführt haben. Das hat die Obduktion nach dem Messerangriff in der Asylbewerberunterkunft in der Kressbronner Argenstraße ergeben. Der Mann wurde bei dem Angriff am Sonntagabend tödlich verletzt und wurde am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg von Rechtsmedizinern obduziert. Das teilen Staatsanwaltschaft Ravensburg und des Polizeipräsidiums Ravensburg in einem Pressetext mit.

Mutmaßlicher Täter stach wahllos zu

Bei der Obduktion zeigte sich, dass es eine Stichverletzung im Brustbereich des Verstorbenen war, die zu seinem Tod führte. Ein Gesamtgutachten müsse noch erstellt werden. Ein 31-jähriger Bewohner der Unterkunft soll ihn am Sonntagabend mit einem Messer attackiert haben. Der mutmaßliche Täter habe an den Türen gerüttelt und wahllos zugestochen, wie Augenzeugen im Gespräch mit dem SÜDKURIER am folgenden Morgen berichteten. Fünf weitere Menschen soll der Mann verletzt haben, sie wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

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Von den fünf Verletzten befinde sich nun niemand mehr in Lebensgefahr, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Drei von ihnen befinden sich jedoch weiterhin im Krankenhaus. Vier der Verletzten seien Bewohner der Asylbewerberunterkunft, eine Verletzte war zur Tatzeit dort zu Besuch.

Oliver Weißflog, Sprecher des Polizeipräsidiums Ravensburg, in einem TV-Interview.
Oliver Weißflog, Sprecher des Polizeipräsidiums Ravensburg, in einem TV-Interview. | Bild: Stefan Hilser

Nach wie vor sind Ermittlungsteams der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen damit beschäftigt, die Beteiligten zu vernehmen. Die Ermittlungsmaßnahmen gestalten sich laut Polizei sehr umfangreich. Die Spurensicherung in den betroffenen Gebäuden sei am Dienstag abgeschlossen worden.

Die Bewohner der Unterkunft, die Zeugen des Angriffs wurden, werden zusätzlich verstärkt betreut. Sie seien emotional stark mitgenommen, sagt Oliver Weißflog, Sprecher des Polizeipräsidiums Ravensburg, auf Nachfrage. In Abstimmung mit dem Landratsamt erfolge deshalb die Betreuung im psychosozialen Bereich.