Ab Freitag, 26. August wird die Beleuchtung des Lindauer Hafens und anderer öffentlicher Gebäude ausgeschaltet. „Die berühmte Lindauer Hafenbeleuchtung wird ab heute nicht mehr leuchten“, wird Oberbürgermeisterin Claudia Alfons in einem Pressetext der Stadt zitiert. „Wir hoffen, dass diese sehr symbolträchtige Maßnahme, den Lindauer Hafen im Dunkel zu lassen, die Menschen zusätzlich aufrüttelt und zum Energiesparen motiviert.“

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Eine Projektgruppe hat nach Angaben der Verwaltung mehrere Maßnahmen erarbeitet, mit denen sich die Stadt auf einen eventuell auftretenden Energieengpass sowie möglicherweise weiter steigenden Energiekosten im Winter vorbereitet. Erste Maßnahmen, etwa die Abschaltung des Warmwassers in Toiletten und Duschen aller städtischen Gebäude, seien bereits umgesetzt, weitere folgen mit Beginn der Heizperiode. Der Maßnahmenkatalog sei in zwei Stufen eingeteilt, deren Eintreten sich im Wesentlichen an dem „Notfallplan Gas“ der Bundesregierung orientiere.

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Die Einsparmaßnahmen der Stadt Lindau basieren deren Angaben zufolge auf zwei wichtigen Bedingungen: Das städtische Leben insbesondere im Sport, der Kultur und den Vereinen soll erhalten werden und die Kinder und Senioren, die der Stadt in Kitas, Schulen und Pflegeheimen anvertraut sind, werden besonders geschützt. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die städtischen Maßnahmen unbequem sind und nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen werden“, sagt Alfons, „doch wir müssen jetzt vorausschauend handeln und sparen, um einer Verschärfung der Situation mit noch drastischeren Maßnahmen vorzubeugen.“