Landrat Lothar Wölfle hat angekündigt, nach dem Ende seiner zweiten Amtsperiode im Mai 2023 nicht wieder anzutreten. In der Sitzung des Kreistags am Dienstagabend erklärte er, nach 16 Jahren als Landrat aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden zu wollen. „Vier Wochen vor Ende meiner jetzigen Amtszeit werde ich – so Gott will – mein 65. Lebensjahr vollenden. Diese Koinzidenz habe ich zwar nicht geplant, aber so hat es sich eben ergeben“, sagte Wölfle. Dem dritten Lebensalter sehe er mit Freude entgegen.

Vor dem Kreistag erklärte Landrat Lothar Wölfle, 2023 aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden zu wollen.
Vor dem Kreistag erklärte Landrat Lothar Wölfle, 2023 aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden zu wollen. | Bild: Corinna Raupach

Seit bald 43 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv

Aufgewachsen in Donaueschingen, arbeitete Lothar Wölfle nach Jurastudium und Referendariat als Rechtsanwalt in Villingen-Schwenningen. 1973 trat er in die Junge Union ein, drei Jahre später in die CDU. Als damals jüngstes Mitglied wurde er 1980 Gemeinderat von Donaueschingen gewählt und war dort zehn Jahre Fraktionsvorsitzender.

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1994 wurde er zum Bürgermeister von Trossingen gewählt, seit 2007 ist er Landrat des Bodenseekreises. Nach acht Jahren wurde er mit 48 von 52 Stimmen vom Kreistag wiedergewählt.

Wölfle sieht Bodenseekreis vor großen Herausforderungen

„Am Ende meiner jetzigen Amtszeit werde ich also auf fast 43 Jahre Kommunalpolitik zurückblicken dürfen“, sagte Wölfle. Den Landkreis sehe er vor großen Herausforderungen, er halte ihn dafür aber für hervorragend aufgestellt. „Deshalb wird der Bodenseekreis diese Herausforderungen auch mit einer neuen Landrätin oder einem neuen Landrat meistern“, sagte er.

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Wölfle dankte den Räten aus unterschiedlichen Fraktionen, die ihm Mut gemacht hätten, noch wenigstens eine halbe Periode weiterzumachen: „Es hat mich gefreut, dass man mir das zutraut.“ Doch die Unabhängigkeit, die seine Entscheidung ihm gegeben habe, sei auch ein gutes Gefühl. „Die nächsten zwölf Monate werden voller Arbeit sein. Darauf freue ich mich“, sagte er zum Abschluss. Der Kreistag antwortete mit lang anhaltendem Beifall auf die Erklärung des Landrats.