Jetzt darf wieder gefeiert werden! Los geht es an diesem Wochenende zunächst in Ravensburg. Weil Ravensburg vom baden-württembergischen Sozialministerium zur Modellstadt für Cluböffnungen ausgewählt wurde, dürfen die beiden Clubs „Kantine“ und „Douala“ nach vielen Monaten wieder für ihr Publikum öffnen. Gefeiert werden darf ohne Maske und ohne Abstand. Allerdings müssen andere Regeln beachtet werden – Tickets müssen unter anderem vorab online bestellt werden, Clubhopping gibt es nicht und es gilt ein Testkonzept.

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Nach einer Saison ohne Partyboote geht es für Feiernde auch am Bodensee wieder los. Das Schiff läuft Ende Juli zum ersten Mal wieder aus. Veranstalter Andreas Karlinger, Geschäftsführer der Agentur King-Karla-Kommunikation, freut sich sehr auf den Start am 24. Juli.

Zusammen mit den Bodensee-Schiffsbetrieben (BSB) hatte er das Partyboot zunächst auch als Modellprojekt beim Land eingereicht. Zwar erhielt das Projekt eine Absage, „vermutlich weil wir der einzige Anbieter von Veranstaltungen auf einer Autofähre sind“, wie Karlinger sagt. Damit hätte man im Anschluss an das Modellprojekt die Erfahrungen mit niemand anderem teilen können. Doch auch wenn es mit dem Modellvorhaben nicht geklappt hat, steht den Partys auf dem Bodensee jetzt nichts mehr im Weg.

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Für das Partyboot gelten die Regelungen für Veranstaltungen im Freien. Erlaubt sind dabei 300 Personen, das Schiff wird also nur zu 50 Prozent ausgelastet. Auf den fast 1000 Quadratmetern der Euregia werde es damit ausreichend Platz für jeden geben. „Die Fähre bleibt beidseitig komplett geöffnet, mehr Belüftung geht nicht“, so der Veranstalter. Aufs Schiff darf, wer geimpft, getestet oder genesen (3G) ist. Wenn die Inzidenz im Landkreis weiterhin unter 10 liegt, darf laut Andreas Karlinger außerdem ohne Maske gefeiert werden.

Bei der Party halte man sich streng an die aktuelle Corona-Verordnung. „Nicht nur für die Gäste, auch für sämtliche Mitarbeitenden an Bord und die Besatzung gilt 3G. Sie müssen also nachweisen, dass sie zur Gruppe der Geimpften oder Genesenen gehören oder einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorlegen.“

Andreas Karlinger, Geschäftsführer King-Karla-Kommunikation
Andreas Karlinger, Geschäftsführer King-Karla-Kommunikation | Bild: Stephanie Jakober

Lohnt sich das für den Veranstalter bei einer Auslastung von 50 Prozent überhaupt? „Wenn Sie nur die finanzielle Seite ansprechen, dann lohnt es sich nicht wirklich für uns“, so Karlinger. Dass man die Veranstaltung überhaupt finanziell stemmen könne, habe man auch vielen Dienstleistern zu verdanken, die ihnen entgegengekommen sind. Abseits vom Finanziellen lohne es sich aber natürlich, „nach diesem langen Lockdown endlich wieder gemeinsam zu feiern – so viele Leute haben das vermisst“.

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Bis 11. September sind insgesamt elf Partyboote geplant. „Ob und wie wir das Angebot im kommenden Jahr wieder erweitern dürfen, werden wir abwarten müssen. Das kann aktuell wohl niemand voraussagen.“ Man hoffe einfach, dass sie Pandemie bis dahin beherrschbar geworden sei. Mit Blick auf die kommenden Wochen sagt der Veranstalter. „Es gibt für mich und meine Mitarbeitenden nichts Schöneres, als so viele glückliche Menschen zu sehen. Allein dafür lohnt sich unsere ganze Mühe.“