So lauten die Vorgaben: Wenn innerhalb eines Landkreises die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, fünf Tage lang in Folge unter dem Schwellenwert von 165 liegen, dann dürfen die Schulen am übernächsten Tag wieder in den Präsenzunterricht übergehen, die Kindertageseinrichtungen dürfen von Notbetreuung auf normale Betreuung umstellen. Seit Montag waren die Schulen aufgrund der Bundes-Notbremse geschlossen.

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg meldete mit Stand von Freitag, 7. Mai, 16 Uhr, einen Wert von 137,5. Am Vortag hatte der Wert 144,4 betragen.

RKI muss noch bestätigen

Sofern das Robert-Koch-Institut diese Zahl offiziell bestätigt und weitergibt, dürfen die Schulen im Bodenseekreis ab Montag wieder öffnen. Sie müssen aber nicht. Denn sie hätten eine Übergangsfrist von bis zu drei Tagen, sollte es einer Schule beispielsweise nicht möglich sein, so kurzfristig alle Eltern zu erreichen.

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Das Go müssen die Schulen selbst geben

Für gewöhnlich jedoch funktionieren die Kommunikationswege in der Pandemie zwischen Schulleitung und Eltern, beziehungsweise Schülern so gut, dass davon auszugehen ist, dass ab Montag die meisten Schulen starten. Das Go jedenfalls muss von den Schulen selbst kommen. Dort, wo geteilte Klassen unterrichtet werden, gibt es dann auch die nötige Ansage, welcher Teil der Klasse als erstes starten darf.

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Manche Schulen legten für sich fest, dass sie am strikten wöchentlichen Wechsel zwischen den Gruppen festhalten, lassen den einwöchigen Lockdown also außer acht. Andere Schulen überlegen sich nun, ob sie am Montag, 10. Mai, mit jener Gruppe starten, die am Montag, 3. Mai, dran gewesen wäre.

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