Eine Absage und eine Zusage: Die Gemeinden Langenargen und Kressbronn haben am Mittwoch mitgeteilt, wie es um ihre Weihnachtsmärkte steht. Jener in Langenargen ist abgesagt, in Kressbronn soll er Ende November stattfinden.

Die Anzahl der Corona-Fälle wachse auch in Langenargen in einem sehr hohen Tempo, heißt es in einem Pressetext der Gemeindeverwaltung. Mitte November werde von der Ausrufung der Alarmstufe in Baden-Württemberg ausgegangen. Um den Betrieb von Schulen, Kindertageseinrichtungen sowie weiterer Betriebe
nicht zu gefährden, sei der Verzicht auf den Weihnachtsmarkt aus Sicht der Gemeindeverwaltung ein nicht
unwesentlicher Beitrag hierzu.

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Verhaltene Reaktion von Marktteilnehmern

Zum anderen, so teilt die Gemeinde weiter mit, hätten sich deutlich weniger Marktteilnehmer bei der Gemeinde mit einer Beteiligung gemeldet als in den Vorjahren. „Rund die Hälfte reagierte auf das Angebot der Gemeinde gar nicht, wieder andere sagten ihre Teilnahme auch unter Hinweis auf die kritischen Rahmenbedingungen ab oder waren sich noch nicht sicher, ob sie eine Durchführung gewährleisten können. Damit kann in diesem Jahr auch kein adäquates Angebot beim Weihnachtsmarkt realisiert werden.

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„Ein unbeschwertes Treffen wäre nur sehr schwer möglich“

Bürgermeister Ole Münder betont, dass die Entscheidung schweren Herzens gefallen sei, wirbt jedoch um Verständnis für diesen Schritt: „Es wäre sehr schön gewesen, über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, Kleinigkeiten an den Ständen zu kaufen und mit Freunden und Bekannten, bei heißen Getränken und leckerem Essen, die vorweihnachtliche Stimmung zu genießen.“

„Der Charakter des Marktes wäre unter den vorgegebenen Bedingungen nicht so gewesen wie sonst“, sagt Bürgermeister Ole Münder. (Archivbild)
„Der Charakter des Marktes wäre unter den vorgegebenen Bedingungen nicht so gewesen wie sonst“, sagt Bürgermeister Ole Münder. (Archivbild) | Bild: Stefan Trautmann

Allerdings, so Münder weiter, wäre der Charakter des Marktes unter den vorgegebenen Bedingungen nicht so gewesen wie sonst. „Ein freies, unbeschwertes Treffen unter Nachbarn, Bekannten und Freunden wäre nur sehr schwer möglich.“

Weihnachtsmarkt in Kressbronn findet statt

Wie frei und unbeschwert Treffen Ende November ausfallen können, muss sich erst noch zeigen. Am Freitag, 26. November öffnet der Kressbronner Weihnachtsmarkt aber jedenfalls um 16.30 Uhr seine Pforten. 22 liebevoll geschmückte Holzhütten, ein bunt beleuchtetes Kinderkarussell und eine lebendige Krippe verwandeln den Platz rund um das Rathaus in ein beschauliches Weihnachtsdorf, teilt die Gemeinde mit. Geöffnet ist der Markt am Freitag und Samstag, 26. und 27. November, jeweils von 16.30 bis 20.30 Uhr.

Die Gemeindeverwaltung weist darauf hin, dass die am Veranstaltungstag geltende Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung zu beachten sind.