Nach Erkennung eines Cyberangriffs hatten die IHKs ihre Systeme Anfang August bundesweit vom Internet getrennt. Die IHK Bodensee-Oberschwaben war dadurch nicht per E-Mail erreichbar, Telefonate waren nur noch eingeschränkt möglich und zahlreiche Onlinedienste und -Antragsverfahren konnten entweder gar nicht genutzt oder die Daten nicht zur IHK übermittelt werden, wie es in einem Pressetext dazu heißt.

Dazu Sönke Voss, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK: „Wir mussten von einem Tag auf den anderen auf Papier, Post, Telefonate und weitere analoge Prozesse umsteigen, um die zahlreichen Services, Verwaltungsverfahren und die politische Interessenvertretung aufrechtzuerhalten.“

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Seit dem 6. Oktober ist die IHK Bodensee-Oberschwaben nun wieder weitgehend online und ohne Einschränkungen per E-Mail sowie telefonisch erreichbar, teilt die Kammer in einem Pressetext mit.

Hinter dem aufgehaltenen Angriff vermuten die zuständigen Ermittler nach bisherigen Erkenntnissen professionelle Hacker mit großen Ressourcen. Das Ziel der Angreifer war demnach Spionage oder Sabotage.

E-Mails seit dem 3. August nicht angekommen

An die IHK Bodensee-Oberschwaben zwischen dem Nachmittag des 3. Augusts und dem 6. Oktober gesendete E-Mails sind dort nicht angekommen. Absender haben in aller Regel eine automatische Nachricht hierüber erhalten. Sofern nicht anderweitig Kontakt zur IHK aufgenommen wurde, müssen Anfragen oder Mitteilungen erneut übermittelt werden.

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Am Abend des 3. August 2022 registrierte der zentrale Dienstleister der deutschen IHKs, die IHK-Gesellschaft für Informationsverarbeitung (GfI), verdächtige Aktivitäten auf ihren Servern. Um den Schaden zu begrenzen, fuhren die deutschen IHKs vorsorglich ihre Online-Dienste herunter und trennten ihre zentrale Infrastruktur vom Internet. So konnte der Angriff abgewehrt werden, bevor durch Abfließen oder Verschlüsseln von Daten größerer Schaden entstand. Aufgrund der Komplexität des Angriffs und des erforderlichen Aufwands zur Härtung, Säuberung und Absicherung der Systeme gehen die Dienste der IHKs und die einzelnen Kammern nur nach und nach wieder online. Bei Kontakten zu IHKs ist daher im Einzelfall zu prüfen, ob und auf welchem Wege die jeweilige Kammer wieder erreichbar ist und welche Dienste zur Verfügung stehen.