Mit dem Baden ist es ja derzeit so eine Sache. Einerseits locken warme Temperaturen Urlauber wie Einheimische an den Bodensee. Kein Wunder, Abkühlung tut gut. Wäre da nicht das verflixte Niedrigwasser, das allerhand Probleme bereitet. Müffelnde Algen breiten sich aus, Rettungskräfte tun sich im Flachwasser schwer – und Badewillige müssen teils weit laufen, um wirklich schwimmen zu können. Daher haben sich SÜDKURIER-Reporter aufgemacht und nach Badestellen gesucht, an denen es noch mehr Lust als Frust gibt.

Durch seichtes – aber klares – Wasser führt der Steg des Strandbads Friedrichshafen in den Bodensee.
Durch seichtes – aber klares – Wasser führt der Steg des Strandbads Friedrichshafen in den Bodensee. | Bild: Benjamin Schmidt

Für Entspannte: Das Strandbad Friedrichshafen

Algenalarm? Im Strandbad Friedrichshafen Fehlanzeige. Vielmehr führt der 100 Meter lange Steg über klares Wasser. An dessen Ende können sich die Badegäste ganz entspannt zu Wasser lassen. Das gilt sogar für noch weiter sinkende Pegel. Selbst im Jahr 2003, beim historischen Stand von nur 2,83 Metern, war noch See unterm Steg. Baden geht also auch weiterhin. Ein (Sommer-)Glück.

Flaches Wasser und Sand machen einen Besuch des Freibads Friedrichshafen für Familien interessant.
Flaches Wasser und Sand machen einen Besuch des Freibads Friedrichshafen für Familien interessant. | Bild: Benjamin Schmidt

Für Familien: Freibad Fischbach

Das Frei- und Seebad Fischbach hat keinen langen Steg, macht Familien aber dennoch Spaß. Das findet etwa Manuela Frank aus Heilbronn, die mit ihren Kindern im See planscht. Denn in Fischbach ist der Seeboden – anders als an manch anderer Stelle – sandig. Soll heißen: Besonders junge Badegäste können vergnügt im Flachwasser spielen, ohne sich die Füße dabei zu verletzen. Wer dennoch schwimmen will, der muss tatsächlich ein gutes Stückchen durch Wasser laufen. Oder in den Pool springen. Den gibt es im Fischbacher Bad nämlich auch.

Das könnte Sie auch interessieren
Wer gerne mit dem SUP unterwegs ist, den treibt es an den Freien Badestrand in Immenstaad.
Wer gerne mit dem SUP unterwegs ist, den treibt es an den Freien Badestrand in Immenstaad. | Bild: Benjamin Schmidt

Für SUPler und Sparer: Freier Badestrand Immenstaad

Ganz ohne Steg, dafür auch kostenfrei, ist der Badestrand in Immenstaad. Auf dem Weg raus ins Wasser müssen Badegäste allerdings so manchen Stein am Boden überwinden. Kein Wunder, dass sich hier einige Stand-up-Paddler tummeln. Bequem auf dem Board sitzend, lassen sie die Steinchen Steinchen sein. Wer dennoch baden möchte, zieht sich Badeschuhe an und macht sich auf den Weg. Oder hüpft im benachbarten Aquastaad ins Becken.

In Langenargen ist das Wasser auch noch sauber – zumindest wenn man vom Steg in den See geht. Von dort kann man sogar schwimmen.
In Langenargen ist das Wasser auch noch sauber – zumindest wenn man vom Steg in den See geht. Von dort kann man sogar schwimmen. | Bild: Benjamin Schmidt

Der Bad-Boy unter den Badestellen: Langenargen

Nein, die Gemeinde Langenargen hat es derzeit nicht besonders leicht. Niedriges Wasser, viel Sonne und Nährstoffe im See haben den Wuchs der müffelnden Grünalge begünstigt – zum Frust mancher Gäste. Langenargen wurde somit zu einer Art Bad Boy unter den Badeorten. Doch was für scheinbar harte Jungs gilt, gilt auch für die Gemeinde: Alles halb so schlimm. Wer im Strandbad Langenargen den Steg nutzt, spaziert am nervigen Gewächs vorbei gut 100 Meter weit ins schöne Bodenseewasser.

Das könnte Sie auch interessieren