Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind zum 31. August 2622 neue Lehrverträge abgeschlossen werden. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, seien das 17 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der unbesetzten Lehrstellen zwischen Ostalb und Bodensee betrage 712 (Vorjahr: 991). Für die Kammer eine positive Entwicklung: „Wir sind sehr froh, dass wir das schwierige Corona-Jahr hinter uns lassen und wieder unseren Wachstumstrend aufnehmen konnten. Die Rahmenbedingungen, die Jugendlichen zu erreichen, waren schwierig und herausfordernd“, lässt sich Hauptgeschäftsführer Tobias Mehlich in dem Pressetext zitieren.

„Die Rahmenbedingungen, die Jugendlichen zu erreichen, waren schwierig und herausfordernd“, beschreibt Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm die Situation im Corona-Jahr 2020.
„Die Rahmenbedingungen, die Jugendlichen zu erreichen, waren schwierig und herausfordernd“, beschreibt Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm die Situation im Corona-Jahr 2020. | Bild: Armin Buhl/Handwerkskammer

Im Corona-Jahr 2020 war ein Minus zu verzeichnen

In den Jahren vor der Pandemie hätten die Betriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm stets mehr Auszubildende verzeichnet. Lediglich im Corona-Jahr 2020 sei bei den Ausbildungszahlen wegen geschlossener Schulen und erschwerter Berufsorientierung wie fehlender Praktikumsmöglichkeiten ein Minus verzeichnet worden. Die Chancen für Jugendliche stünden gut, auch kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz im Handwerk zu bekommen. „Viele unserer Betriebe brauchen Auszubildende und Fachkräfte für ihre guten Auftragsbücher. Das eröffnet den Jugendlichen blendende Zukunftsmöglichkeiten. Wir blicken optimistisch nach vorne“, so Mehlich.

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Die Anzahl an Abiturienten an der Gesamtzahl der Auszubildenden im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Aktuell hätten 403 Abiturienten (2020: 390) einen neuen Lehrvertrag abgeschlossen. Das entspreche einem Anteil von rund 15,4 Prozent. Derzeit hätten zudem 121 Geflüchtete im Kammergebiet eine Ausbildung begonnen (Vorjahr: 138).

Die Zahl der Menschen mit Fluchthintergrund in handwerklicher Ausbildung war laut Handwerkskammer insbesondere seit 2015 stetig gestiegen. Der Großteil habe in den vergangenen Jahren viele unbesetzte Ausbildungsstellen ausgefüllt. „Dieses wichtige Reservoir für Fachkräfte ist nun nahezu ausgeschöpft“, so Mehlich. Durch die Corona-Krise hätten sich zudem die Prozesse verzögert und den Start für diese Gruppe erschwert.

Besonders beliebt seien bei jungen Menschen dieses Jahr die Berufe Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker, Zimmerer, Schreiner, Stuckateure, Friseure und Maurer.