Der Bund wird den Bodensee-Airport in Friedrichshafen 2021 finanziell unterstützen. Das gibt Lothar Riebsamen, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Bodenseekreis, in einer Mitteilung bekannt. Insgesamt stellt der Bund für die Hilfe von Regionalflughäfen im kommenden Jahr 20 Millionen Euro zur Verfügung.

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Flughafenchef: „Wir begrüßen diese Entscheidung“

Besonders der Flughafen Friedrichshafen selbst freut sich über die Nachricht. „Wir begrüßen diese Entscheidung, sorgt sie doch bei allen Flughäfen in Deutschland für ein einheitliches System für die Übernahme der Kosten der Flugsicherung“, sagt Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Bodensee-Airports.

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Bodensee-Airports, freut sich über die Entscheidung des Bundes, Regionalflughäfen wie den in Friedrichshafen, zu unterstützen.
Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Bodensee-Airports, freut sich über die Entscheidung des Bundes, Regionalflughäfen wie den in Friedrichshafen, zu unterstützen. | Bild: Christina Bömelburg

Wehr betont aber: Eine genauere Beurteilung für den Bodensee-Airport könne erst erfolgen, wenn das genaue Umsetzungskonzept bekannt ist. „Im nächsten wichtigen Schritt ist zunächst aber die notwendige Änderung des Luftverkehrsgesetzes erforderlich. Wir hoffen, dass dies nun direkt aufgenommen wird, damit alle Beteiligten zügig die Umsetzung des Konzeptes angehen können.“

Eigentlich wollte der Bund regionale Flughäfen wie den in Friedrichshafen bereits im Jahr 2020 finanziell unterstützen. Doch Schwierigkeiten bei der rechtlichen Umsetzung des Beschlusses verzögerten die Unterstützung.
Eigentlich wollte der Bund regionale Flughäfen wie den in Friedrichshafen bereits im Jahr 2020 finanziell unterstützen. Doch Schwierigkeiten bei der rechtlichen Umsetzung des Beschlusses verzögerten die Unterstützung. | Bild: Archivbild: Mona Lippisch

Landkreis: „Auswirkungen können nicht eingeschätzt werden“

Welche Auswirkungen die Entscheidung des Bundes für die Gesellschafter haben wird, sei noch nicht abzusehen. Das sagt zumindest Robert Schwarz, Pressesprecher des Landratsamtes Bodenseekreis. „Solange keine Details und Zahlen bekannt sind, können die Auswirkungen für die Gesellschafter nicht eingeschätzt werden“, sagt Schwarz.

Die Nachricht an sich fasse der Landkreis positiv auf – „vor allem, weil nun eine Gleichbehandlung der großen und regionalen Flughäfen in Aussicht steht.“

Robert Schwarz, Pressesprecher Landratsamt Bodenseekreis: „Solange keine Details und Zahlen bekannt sind, können die Auswirkungen für die Gesellschafter nicht eingeschätzt werden.“
Robert Schwarz, Pressesprecher Landratsamt Bodenseekreis: „Solange keine Details und Zahlen bekannt sind, können die Auswirkungen für die Gesellschafter nicht eingeschätzt werden.“ | Bild: Landratsamt Bodenseekreis

Stadt Friedrichshafen: „Die angekündigte Entlastung begrüßen wir natürlich“

Seitens der Stadt Friedrichshafen heißt es: „Die angekündigte Entlastung begrüßen wir als Gesellschafter natürlich. Wie hoch diese dann tatsächlich ausfällt, lässt sich heute noch nicht sagen – daher können wir auch noch keine Einschätzung über die konkrete Auswirkung geben.“

Monika Blank, Pressesprecherin Stadt Friedrichshafen: „Wir können noch keine Einschätzung über die konkrete Auswirkung geben.“
Monika Blank, Pressesprecherin Stadt Friedrichshafen: „Wir können noch keine Einschätzung über die konkrete Auswirkung geben.“ | Bild: Stadt Friedrichshafen

SPD Bodenseekreis: „Längst überfällige Entscheidung, um Ungleichheit zu beseitigen

Auch die SPD im Bodenseekreis freut sich über die Entscheidung des Bundes zum Regionalflughafen. In der Unterstützung des Bodensee-Airports sehen Kreisvorsitzender Leon Hahn und Landtagskandidatin Jasmina Brancazio eine „längst überfällige Entscheidung, um die Ungleichheit zwischen Großflughäfen und kleineren Flughäfen zu beseitigen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die SPD fordert nun ein Konzept zur Flugsicherung von Regionalflughäfen. Erst dann könne die Haushaltssperre aufgelöst werden.

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