Für die Feuerwehren war der Großeinsatz auf dem Flughafen Friedrichshafen bereits rund eine Stunde nach der um 16.45 Uhr erfolgten Alarmierung wieder beendet, die Einsatzkräfte der DRK-Teams waren hingegen noch weit länger vor Ort, bis in die Nacht hinein: Denn deren Einsatz war erst gegen 22.30 Uhr beendet, berichtet Christian Knapp gegenüber dem SÜDKURIER. Der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter des DRK Bodenseekreis war am Samstag Einsatzleiter für die ehrenamtlichen DRK-Einsatzkräfte.

Ein Easyjet-Flieger mit 146 Passagieren und sechs Crewmitgliedern an Bord musste wegen Rauchentwicklung im Cockpit außerplanmäßig auf ...
Ein Easyjet-Flieger mit 146 Passagieren und sechs Crewmitgliedern an Bord musste wegen Rauchentwicklung im Cockpit außerplanmäßig auf dem Bodensee-Airport landen. Das Flugzeug war unterwegs von London nach Innsbruck. Die Landung verlief problemlos, verletzt wurde niemand. | Bild: DRK Immenstaad

Da der Easyjet-Airbus bei seiner Ausweichlandung auf dem Bodensee-Airport sicher landen konnte und es weder Schäden noch Verletzte gab, mussten die Feuerwehren nicht eingreifen. Nachdem das Flugzeug seine Parkposition eingenommen hatte, wurden jedoch die Fluggäste und die Crew noch im Flughafengebäude betreut und teils auch medizinisch untersucht – jedenfalls die Mitglieder der Besatzung, da die Crew eine Rauchentwicklung im Cockpit vermeldet hatte.

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Die Passagiere wiederum seien vom DRK und den Johannitern verpflegt und mit heißen Getränken versorgt worden, so Knapp. „Bei den Crewmitgliedern konnten wir dann zum Glück auch Entwarnung geben, gesundheitliche Beeinträchtigungen wie etwa eine Rauchgasvergiftung hatten sie nicht erlitten“, sagt Knapp.

Ein Novum: 15 Fahrzeuge aus drei Landkreisen an einem Einsatzort

Mit rund 150 Einsatzkräften sei der DRK vor Ort gewesen, davon seien 100 ehrenamtliche Helfer gewesen, rund 50 Helfer hauptamtlich angestellte DRK-Mitarbeiter. Sechs DRK-Ortsgruppen hatten sich am Flughafen eingefunden und – und dies sei laut Knapp ein Novum gewesen – Einsatzfahrzeuge aus den drei Landkreisen Bodenseekreis, Lindau und Ravensburg. „Das gab es in dieser Dimension im Bodenseekreis tatsächlich noch nie, dass so viele Fahrzeuge aus verschiedenen Landkreisen an einem Einsatzort waren“, sagt Knapp: 15 Einsatzfahrzeuge aus drei Landkreisen, von denen lediglich sechs aus dem Bodenseekreis waren. Die konzertierte Aktion verlief bei ihrer Premiere erfolgreich: Keine Pannen und reibungslose Abläufe. Nun, so Knapp, wisse man, dass man beim DRK solche Großlagen auch landkreisübergreifend bewältigen könne.