„Hätten Sie denn einen „Plan B“ gehabt, wenn die Veranstaltung heute Abend abgesagt würde?“ fragen die Organisatorinnen Katy Cuko und Susann Ganzert das Publikum am Dienstagabend im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen. Denn „Plan B“ ist das Titelthema des 39.Band des Bodenseekreis-Jahrbuchs „Leben am See“. „Die Kontakteinschränkungen waren für uns alle eine besondere Form der „Asozialität“, die alles aus dem Gleichgewicht gebracht hat“, erklärt das Redaktionsteam. Auch einige der Autoren seien davon betroffen gewesen und konnten nicht liefern, daher habe man mehr als einmal einen „Plan B“ gebraucht, um das Jahrbuch mit lesenswerten Geschichten zu füllen.

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„Kurz, schnörkellos, ja fast nüchtern. Und gleichzeitig hat es das Buch wieder einmal in sich“, berichtet Christoph Keckeisen. „Gäbe es unser Jahrbuch „Leben am See“ nicht schon, man hätte es erfinden müssen“, stellt der erste Landesbeamte fest. Gerade während der Pandemie seien die Lebensumstände von einzelnen Menschen herausfordernd und es gebe viele Besondere unter ihnen, die es wert seien, dass man darüber berichte. „Besonders gelungen finde ich, dass die Autoren über den Tellerrand schauen“, so Keckeisen.

Friedrichshafens Bürgermeister Fabian Müller stellte fest, dass sein „Leben am See“ erst vor Kurzem begonnen habe. Er nutzte den Anlass, um sich den Anwesenden vorzustellen und machte noch einmal die Folgen der Pandemie deutlich. „Noch immer bestimmt Corona unser tägliches Leben. Was früher selbstverständlich war, ist es heute nicht mehr.“ Umso wichtiger sei es, dass man in vielen Lebenssituationen einen „Plan B“ habe. „Vor allem die Kreativität und der Einfallsreichtum der Menschen, die hier leben, kommen in den verschiedenen und facettenreichen Geschichten sehr gut zur Geltung.“ Jeder gehe auf seine Weise mit den Folgen der Pandemie um, so der Bürgermeister.

Für die musikalische Untermalung sorgt das Duo „Project Resonance“. Alain Wozniak und Peter Bácsi verzauberten das Publikum mit Querflöte und Gitarre durch Klänge teils ungarischer Herkunft.