Vor drei Wochen flogen auf den sechs neuen Tennisplätzen in Oberteuringen die ersten Bälle übers Netz. Arbeitsreiche Stunden liegen hinter den Mitgliedern der Tennisabteilung des örtlichen Sportvereins. Rund 3000 Stunden seien in den vergangenen Monaten zusammengekommen, berichtet Vorsitzender Franz Keller, der die Bauleitung übernommen hat. „Wenn jeder seine Fähigkeiten einbringt, dann klappt das und es schweißt die Mitglieder zusammen.“ Auch Abteilungsleiter Jochen Heiß ist stolz, so eine gut funktionierende Gemeinschaft zu haben.

Vorläufig letzter großer Arbeitseinsatz bei der Tennisabteilung in Oberteuringen: Die Mitglieder verlegten Pflastersteine auf insgesamt 850 Quadratmetern.
Vorläufig letzter großer Arbeitseinsatz bei der Tennisabteilung in Oberteuringen: Die Mitglieder verlegten Pflastersteine auf insgesamt 850 Quadratmetern. | Bild: Claudia Wörner

Beim vorläufig letzten großen Arbeitseinsatz galt es vor allem, Kies in die frisch verlegten Pflastersteine einzukehren. Insgesamt 850 Quadratmeter wurden in Eigenregie verlegt und auch den bald sprießenden Rasen haben die Mitglieder selbst ausgesät. „Die Tennisanlage Hand in Hand fertigzustellen macht Spaß“, sind sich Martina Senft und Simone Multer einig, während sie große Banner am Zaun befestigen. Dabei treffe man auch Leute, mit denen man sonst weniger Kontakt habe.

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„Wir freuen uns riesig, dass die Anlage jetzt offen ist und wir wieder spielen können“, sagt Martina Senft. Sowohl das neue Vereinsheim als auch die Tennisplätze seien sehr schön geworden, ergänzt Simone Multer. Natürlich sei das frühere Vereinsgelände an der Rotach, auf dem jetzt die neue Schule gebaut wird, unschlagbar gewesen. „Aber wir sind flexibel und sicher, dass wir hier genauso schöne Stunden verbringen werden“, freut sich Martina Senft.

Mannschaftstraining unter erschwerten Bedingungen

Aktuell bereiten sich Senft und Multer, die beide in der Damenmannschaft spielen, auf die Saison vor. Das Training gestaltet sich wegen der Corona-Auflagen für die in zwei Gruppen aufgeteilte Mannschaft etwas anders. „Da nur zwei Erwachsene zeitgleich auf dem Platz sein dürfen, hat jede von uns 20 bis 25 Minuten mit dem Trainer und der Rest spielt solange Einzel auf den anderen Plätzen“, berichtet Simone Multer.

Die Tennisanlage Hand in Hand fertigzustellen macht Spaß: Martina Senft (links) und Simone Multer freuen sich aber noch mehr, dass sie endlich wieder spielen können.
Die Tennisanlage Hand in Hand fertigzustellen macht Spaß: Martina Senft (links) und Simone Multer freuen sich aber noch mehr, dass sie endlich wieder spielen können. | Bild: Claudia Wörner

Kinder können immerhin zu zweit plus Trainer auf dem Platz sein. Laurin und Jonas macht die Stunde mit Tomas Pokorny sichtlich Spaß. Sie lassen die neongelben Bälle auf ihren Schlägern hüpfen. Dann geht es weiter mit einer Vorhand übers Netz und wieder zurück. Es ist offensichtlich, wie gut den acht- und neunjährigen Jungs die Bewegung tut.

Die Vereine

Online-Reservierung des Tennisplatzes dokumentiert Kontakte

Das schöne, neue Vereinsheim hingegen nützt der Tennisabteilung aktuell noch wenig. Ist der Gastronomiebetrieb doch noch ebenso untersagt wie die Nutzung von Umkleideräumen und Duschen. „Getränke gibt es nur aus dem Automaten“, berichtet Jochen Heiß.

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Auch beim Tennisclub Markdorf konzentriert sich das Geschehen ausschließlich auf die Plätze, die eine grandiose Aussicht über den Bodensee bieten. „Bereits seit Mai 2020 reserviert man bei uns online seinen Platz. So sind auch die Kontakte jederzeit nachvollziehbar“, erklärt Cheftrainer Jens Goldmann.

Aktuell gibt es vor Ort keine Dusche nach dem Match

Nicht nachvollziehbar sei für ihn, dass es coronabedingt nach wie vor kein Mannschafts-, sondern nur Einzeltraining gebe. „Insbesondere den Kindern fehlt zunehmend die Bewegung“, so Goldmann. Mitte Juni soll die Wettkampfsaison – der TC Markdorf hat insgesamt 26 Mannschaften – eigentlich starten. Kompliziert sei die Anreise, da nur jeweils zwei Personen in einem Auto erlaubt sind.

Sport an der frischen Luft mit Seesicht: Beim Tennisclub Markdorf sind insgesamt 26 Mannschaften aktiv und hoffen, dass sie bald auch wieder Turniere spielen können.
Sport an der frischen Luft mit Seesicht: Beim Tennisclub Markdorf sind insgesamt 26 Mannschaften aktiv und hoffen, dass sie bald auch wieder Turniere spielen können. | Bild: Claudia Wörner

„Unsere Leute fahren zum Teil bis Pforzheim oder Mannheim.“ Und die Dusche nach dem Match ist aktuell erst wieder im eigenen Badezimmer möglich. „Im Gegensatz zu 2020 werden wir in diesem Jahr aber auf jeden Fall wieder Turniere spielen“, kündigt Goldmann an. Seien die Wettkämpfe für den leistungsorientierten Verein doch sehr wichtig.

„Was macht man nicht alles fürs Hobby“

„Ich bin happy und froh, wenigstens wieder ein Einzel spielen zu können“, sagt Irene Dilpert, die sich zusammen mit ihrer Mannschaftskollegin Irene Köhler auf der Markdorfer Tennisanlage die Bälle zuspielt.

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Sehr recht wäre es ihnen, wenn bald auch wieder das Spiel im Doppel erlaubt wäre. Auf die Turniersaison freuen sie sich, auch wenn sie bei Auswärtsspielen in drei Autos unterwegs sein werden. „Was macht man nicht alles fürs Hobby“, nimmt es Irene Köhler fröhlich sportlich.

Beim Tennisclub Markdorf ist die Saison eröffnet: Irene Köhler (links) und Irene Dilpert sind glücklich über ihren risikoarmen Sport an der frischen Luft und dass sie ihn nun wieder ausüben dürfen.
Beim Tennisclub Markdorf ist die Saison eröffnet: Irene Köhler (links) und Irene Dilpert sind glücklich über ihren risikoarmen Sport an der frischen Luft und dass sie ihn nun wieder ausüben dürfen. | Bild: Claudia Wörner