Dunkle Wolken türmten sich am Himmel auf, dann öffneten sich die Schleusen. Am Donnerstagnachmittag setzten im Bodenseekreis starke Regenfälle ein und sorgten dafür, dass die Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen ausrücken mussten.

Ein Feuerwehrmann positioniert eine Tauchpumpe in einem Schacht.
Ein Feuerwehrmann positioniert eine Tauchpumpe in einem Schacht. | Bild: Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis

Den Schwerpunkt bildeten dabei Friedrichshafen und Markdorf, teilt der Kreisfeuerwehrverband mit. Die Freiwillige Feuerwehr Markdorf wurde zum ersten Mal gegen 17.20 Uhr alarmiert – wegen Wasser, das in einen Gewerbebetrieb im Schießstattweg lief.

Markdorfer Wehr richtet vorsorglich Führungsgruppe ein

Während der erste Einsatz noch andauerte, erreichte die Markdorfer Wehr bereits die nächste Alarmierung, berichtet Pressesprecher Martin Scheerer. Auch in der Marienstraße war ein Keller mit Wasser vollgelaufen. Beide Einsätze konnten nach eineinhalb Stunden abgearbeitet werden.

Parallel zu den Einsätzen bildete die Markdorfer Wehr eine Führungsgruppe, um für eine eventuelle Großschadenslage gewappnet zu sein. Wegen der andauernden Starkregenlage wurde die Abteilung Stadt am Abend gegen 20.30 Uhr dann erneut alarmiert. Auch die Führungsgruppe zur Einsatzlenkung im Feuerwehrhaus wurde aktiviert, um die Einsätze gezielt abarbeiten zu können.

Feuerwehr Markdorf verhindert weiteres Eindringen von Wasser in ein Gebäude.
Feuerwehr Markdorf verhindert weiteres Eindringen von Wasser in ein Gebäude. | Bild: Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis

Bis Mitternacht zwölf Einsätze in Markdorf

Insgesamt zehn Einsatzstellen im Markdorfer Stadtgebiet waren schließlich gemeldet, zwölf Einsätze mussten gefahren werden: Einige Keller und Räume waren vollgelaufen und die Ravensburger Straße war überflutet. Da die weitere Einsatzentwicklung nicht abzusehen war, wurden gegen 21 Uhr erneut weitere Helfer alarmiert und Kräfte der Abteilung Riedheim angefordert.

Insgesamt waren rund 45 Einsatzkräfte der Markdorfer Wehr im Einsatz und in Bereitschaft. Bis Mitternacht waren alle Einsatzstellen abgearbeitet. Durch den Einsatz von Tauchpumpen, Wassersaugern und Sandsäcken konnte Schaden größtenteils verhindert werden, teilt die Feuerwehr mit.

Besonders betroffen vom Unwetter war der Schießstattweg in Markdorf, wo die Räume eines Gewerbebetriebes unter Wasser standen.
Besonders betroffen vom Unwetter war der Schießstattweg in Markdorf, wo die Räume eines Gewerbebetriebes unter Wasser standen. | Bild: Freiwillige Feuerwehr Markdorf

Auch weitere Gemeinden im Bodenseekreis betroffen

Betroffen vom Unwetter waren neben Markdorf und Friedrichshafen auch Bermatingen, Meersburg und Überlingen bis Heiligenberg. Die Helfer der Feuerwehren waren teilweise bis in die Morgenstunden immer wieder im Einsatz, um vollgelaufene Keller und Wohnungen von Wasser zu befreien oder Unterführungen, in denen sich Regen angesammelt hatte, abzusperren.

Blitz schlägt in Wohngebäude ein

Im gesamten Kreisgebiet arbeiteten die Einsatzkräfte bis Freitagmorgen insgesamt 39 Einsätze ab. Wie Simon Göppert vom Polizeipräsidium Ravensburg mitteilt, gab es während dem Unwetter auch einen Blitzeinschlag in Uhldingen-Mühlhofen. „Der Blitz hat wohl in ein Wohngebäude eingeschlagen“, sagt Göppert. „Über den Schaden ist uns allerdings nichts bekannt.“

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