„Was für ein Monat!“ Mit diesen Worten beginnt der Juni-Rückblick der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried. Und dieser Ausruf dürfte einem auch beim Blick auf die von Wetterkontor in Friedrichshafen und Konstanz erhobenen Daten durch den Kopf gehen.

Am 1. Juni, dem kältesten Tag des Monats in Konstanz, wurden dort 5,6 Grad Celsius gemessen. Rund zweieinhalb Wochen später, am 17. Juni, kletterte das Thermometer in Konstanz auf beinahe 33 Grad Celsius. In Friedrichshafen, wo das langjährige Monatsmittel mit 17,5 Grad etwas unter jenem in Konstanz (18,1 Grad) liegt, betrug die Durchschnittstemperatur in diesem Juni 19,4 Grad Celsius.

Das könnte Sie auch interessieren

In Summe kamen in der Zeppelinstadt knapp 211 Liter an Regen pro Quadratmeter herunter, in Konstanz waren es den Wetterkontor-Aufzeichnungen zufolge 194. Hier wie dort entspricht die Niederschlagsmenge des vergangenen Monats beinahe dem Doppelten des langjährigen Mittels. An der Zentrale der Wetterwarte Süd in Bad Schussenried wurde mit gut 209 Litern pro Quadratmeter laut Mitteilung der regenreichste Monat überhaupt seit Messbeginn im Jahre 1968. Von einer zähen Aneinanderreihung trüber Tage zeugt das allerdings nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Zugleich gab es im Juni schließlich auch Sonne satt. Sowohl die von Wetterkontor in Friedrichshafen gemessenen rund 260 Sonnenstunden als auch die 270 in Konstanz liegen über dem langjährigen Mittel. Die Wassermassen des vergangenen Monats – oder zumindest ein Großteil davon – fielen konzentriert an wenigen Tagen.

Das Wetter an diesen wenigen Tagen – zu heftigen Regenfällen kamen Sturmböen sowie stellenweise Hagel – hatte bereits verheerende Folgen in der Region. Und auch in den kommenden Wochen bleiben lokale Unwetter wohl ein Thema, schreibt Wetterexperte Roland Roth von der Wetterwarte Süd.

„Und so gesehen erwartet uns ein richtiger ‚Schaukelsommer‘ mit schwül-warmen bis heißen Phasen und teils heftigen Schauern und Gewittern, die dann immer wieder mal für eine Abkühlung sorgen.“
Wetterwarte Süd
Das könnte Sie auch interessieren

In der Zeit um den Siebenschläfertag (27. Juni) herum entscheide sich häufig das Wetter des Sommers. Dabei sei allerdings nicht der eine Tag von Bedeutung, sondern die zehn danach. „Und so gesehen erwartet uns ein richtiger ‚Schaukelsommer‘ mit schwül-warmen bis heißen Phasen und teils heftigen Schauern und Gewittern, die dann immer wieder mal für eine Abkühlung sorgen.“ Was tun, wenn sich ein Unwetter anbahnt? Wir haben da nachgefragt, wo im Ernstfall später der Alarm eingeht: bei der Feuerwehr.