Selig sind die, die sich für einen Badeausflug aktuell für den Überlinger See entscheiden. Aufgrund der Steilwände kommen Schwimmer recht schnell in tiefere Gewässer, auch wenn am Rand teils steiniger Untergrund überwunden werden muss. Hier eine Auswahl von Bädern, die Eintritt kosten, und frei zugänglichen Badestellen, an denen jeweils trotz des Niedrigwassers im Bodensee ein gutes Schwimmerlebnis möglich ist.

Vom Steg direkt ins Wasser steigen

In Überlingen finden sich das Westbad und Ostbad sowie das Strandbad Nußdorf. Auch die Therme hat einen Außenbereich. Betreiber von Westbad und Ostbad ist Cengiz Aktas. Er sagt: „Wir haben in beiden Bädern lange Laufstege ins Wasser. Da kann man eigentlich gleich schwimmen gehen.“ Laut Aktas erreichen Schwimmer nach kurzer Distanz eine ansprechende Tiefe. Im Bild ist ein weiterer Steg im Westbad zu sehen. Am Ende ist eine Plattform angebracht, von der Badegäste unmittelbar ins Wasser steigen können.

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Zu den Besucherzahlen für diesen Sommer kann Pächter Cengiz Aktas nach eigenen Angaben noch nichts Zuverlässiges sagen. Aktas: „Die genauen Zahlen haben wir noch nicht. Aber es ist immer etwas los in den Bädern. Gleichzeitig ist es nicht überfüllt.“ Der Eintritt in die Bäder beinhaltet den Zugang zu großen Liegewiesen, Spiel- und Sportangeboten sowie Gastronomie und sanitären Anlagen.

Im Westbad gibt es neben einem Laufsteg, den man vielerorts am Bodensee sieht, auch einen Steg, an dessen Ende sich eine Plattform ...
Im Westbad gibt es neben einem Laufsteg, den man vielerorts am Bodensee sieht, auch einen Steg, an dessen Ende sich eine Plattform befindet. Badegäste können direkt ins Wasser steigen. | Bild: Santini, Jenna

Wasserstand knapp unter Treppe

Am Überlinger Ufer stehen zudem viele frei erreichbare Badestellen zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Promenadenabschnitt am Minigolfplatz. Dort geht es von der Promenade mit Metallbänken per Treppe runter ins Wasser. Aktuell steht das Wasser knapp über der untersten Stufe. Der portugiesische Wasserhund Jackson befindet sich bis zum Bauch im Wasser und kann bequem umherlaufen, um sich zu erfrischen.

Jackson, ein portugiesischer Wasserhund, genießt an der Badestelle am Überlinger Minigolf ein Bad im Bodensee. Er ist über die Treppe ...
Jackson, ein portugiesischer Wasserhund, genießt an der Badestelle am Überlinger Minigolf ein Bad im Bodensee. Er ist über die Treppe ins Wasser gelangt und kann in Ufernähe bequem hin- und herlaufen. Weiter Richtung Seemitte wäre das für ihn nicht mehr machbar. | Bild: Santini, Jenna
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Das heißt, der Mensch muss noch einige Meter zu Fuß Richtung Seemitte zurücklegen, ehe er schwimmen kann. Allerdings liegen vor Überlingen eher große Steine am Seegrund, die Stein um Stein überwunden werden können. Hier gehen auch die Taucher ins Wasser, die die Steilhänge als Tauchgebiet schätzen. Schon von der Treppe aus lassen sich die tieferen Stellen erahnen, die dunkelblauer als die Uferbereiche erscheinen. Laut der Grünflächensatzung der Stadt Überlingen dürfen sich Badegäste mit Handtüchern ans Ufer legen. Das Lagern mit Campingstühlen oder Biergarnituren ist dagegen nicht erlaubt.

Vom derzeit flachen Uferbereich geht es am Minigolfplatz nach wenigen Metern in tiefere Gewässer.
Vom derzeit flachen Uferbereich geht es am Minigolfplatz nach wenigen Metern in tiefere Gewässer. | Bild: Santini, Jenna

Schwimmen nahe den Pfahlbauten

In Unteruhldingen neben dem Pfahlbaumuseum findet sich ein Naturstrand. Eintritt wird nicht verlangt. Geboten werden ein breiter Steinstrand, Wiesen und Schatten unter hoch gewachsenen Bäumen. Es sind zwei lange Laufstege vorhanden, über die Badegäste ins Wasser gelangen. Das Wasser ist auch hier weit zurückgegangen. Schwimmer, die sich über die kleinen Steine des Strandes mühen, werden mit einer ungestörten Abkühlung belohnt.

Der Naturstrand nahe dem Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen offeriert den Schwimmern einen breiten Strand. Im Bild ist einer von zwei ...
Der Naturstrand nahe dem Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen offeriert den Schwimmern einen breiten Strand. Im Bild ist einer von zwei Laufstegen zu sehen, die in den See führen. | Bild: Santini, Jenna

Zwischen Unteruhldingen und Meersburg öffnen sich immer wieder Nischen, über die Schwimmer ins Wasser gelangen können. Vor Meersburg sind es dann erneut die Steilwände, die in wenigen Metern Entfernung zum Ufer Schwimmspaß in tieferem Wasser ermöglichen. Badeorte sind dabei das Frei- und Strandbad, die Therme mit Außenbereich und die Liegewiese, die allesamt die Adresse Uferpromenade haben.

Algen machen Steine rutschig

Im Freibad und an der Liegewiese führen Treppen ins Wasser. Danach geht es auf dem von Steinen bedeckten Seeboden weiter. Einer Besucherin an der Liegewiese zufolge kann das ins Wasser Klettern eine rutschige Angelegenheit werden, da sich teils Algen auf den Steinen angesiedelt haben. Viele tragen Badeschuhe, um besseren Halt zu haben.

An der Liegewiese in Meersburg führt eine Treppe zum Wasser. Unten angekommen sind dann noch etwa zwei Meter freihändig zu überwinden, ...
An der Liegewiese in Meersburg führt eine Treppe zum Wasser. Unten angekommen sind dann noch etwa zwei Meter freihändig zu überwinden, bis man im See ist. Viele Besucher tragen Badeschuhe, um dabei einen besseren Halt zu haben. | Bild: Santini, Jenna

Im Frei- und Standbad wird Eintritt erhoben, der Aufenthalt auf der Liegewiese ist kostenfrei. Ersteres bietet – neben dem Zugang zum See – Wasserbecken, einen Spielplatz, Gastronomie und sanitäre Anlagen. Letztere wartet mit einer großen Rasenfläche, hohen Bäumen sowie Liegebänken und üblichen Holzbänken am Fußweg zwischen Wiese und See auf. Bei Jugendlichen ist das Areal unter der großen Trauerweide besonders beliebt. Geparkt werden kann in direkter Nähe. In der Regel sind genügend Flächen frei.

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