Insgesamt 25 neue Corona-Infektionsfälle sind dem Gesundheitsamt des Bodenseekreises im Laufe der dritten Augustwoche gemeldet worden. Einem am Montag vom Landratsamt verschickten Wochenrückblick zufolge ist die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bekannt gewordenen Fälle im Landkreis auf 381 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner angibt, beträgt im Bodenseekreis den Angaben zufolge 11,5. 25 Menschen gelten als akut infiziert, stationär wird im Landkreis aktuell niemand wegen Covid-19 behandelt.

In neun Fällen sind die Umstände der Infektion nicht nachvollziehbar

In acht Fällen, die dem Gesundheitsamt in der vergangenen Woche gemeldet worden sind, waren die Betroffenen nach Behördenangaben zuvor von Auslandsreisen zurückgekehrt. Fünf weitere Betroffene „halten sich aktuell länger im Landkreis auf und leben hier in Quarantäne“, heißt es weiter. Drei Menschen haben sich mutmaßlich bei anderen Infizierten im Landkreis angesteckt und in neun Fällen ließen sich die Umstände der Infektion nicht nachvollziehen, teilt das Landratsamt mit.

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Die Neu-Infektionen der vergangenen Woche seien bei zwei Kindern, elf Menschen im Alter zwischen 19 und 30 Jahren, sechs zwischen 31 und 40 Jahren sowie jeweils drei zwischen 41 und 50 sowie 51 und 60 Jahren nachgewiesen worden.

Zum Ende der Sommerferien wird mit einem erhöhten Testbedarf gerechnet

Am Montag kündigte die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) an, in allen Landkreisen wieder sogenannte Corona-Abstrichstellen zu eröffnen. Dort sollen – nach Vermittlung durch niedergelassene Haus- oder Kinderärzte – unter anderem Menschen mit entsprechenden Symptomen, Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Beschäftigte in Schulen und der Kinderbetreuung getestet werden.

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Es ist also davon auszugehen, dass auch im Bodenseekreis wieder entsprechende Stelle eingerichtet wird. Das Landratsamt steht dazu laut Pressesprecher Robert Schwarz in Kontakt mit der KVBW. In erster Linie werde diese die Fieberambulanz auch organisieren und betreiben. Wo sie eingerichtet wird und wann sie in Betrieb gehen soll, lasse sich noch nicht abschließend sagen.

„Wir rechnen zum Ferienende mit vielen weiteren Reiserückkehrern und auch mit stetig steigenden Fallzahlen“, so Schwarz auf SÜDKURIER-Anfrage. Lehrer und Erzieher seien eine weitere Zielgruppe für Tests. „Der Bedarf steigt also, gleichzeitig signalisieren auch uns einige Schwerpunktpraxen, dass sie an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit kommen.“

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