Werden die Fieberambulanzen in der Region etwa schon bald wieder in Betrieb genommen? Gesundheitsminister Manne Lucha hatte am Montag in Stuttgart erklärt: „Ich freue mich sehr, dass unser Partner, die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, angekündigt hat, neben den mittlerweile über 600 gelisteten Coronaschwerpunktpraxen auch die Fieberambulanzen schrittweise wiederzueröffnen.“ Dadurch gebe es weitere fixe Anlaufpunkte, um einen Abstrich machen zu lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Was bedeutet das für den Bodenseekreis?

Im Bodenseekreis wurde die Fieberambulanz auf dem Friedrichshafener Messegelände Anfang Juli geschlossen. Das Landratsamt hatte damals erklärt, dass die seit Wochen niedrigen Corona-Fallzahlen diesen Schritt zur Normalität möglich machen. Bei Bedarf könnte die Fieberambulanz wieder reaktiviert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Seit Ende Juli gibt es nun eine Teststation am Flughafen Friedrichshafen, an der sich Reiserückkehrer testen lassen können. Wird jetzt auch der Betrieb in der Fieberambulanz wieder aufgenommen? „Hierzu gibt es noch keine konkreten Pläne oder Termine“, erklärt Kreissprecher Robert Schwarz auf SÜDKURIER-Anfrage. Ob Fieberambulanzen eingerichtet werden, sei in erster Linie Sache der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die hier einen gesetzlichen Versorgungsauftrag habe.

„Wir sind in engem Kontakt und bewerten die Situation fortlaufend“, so Schwarz. Das entscheidende Kriterium sei, ob die Patienten schnell und gut über die bestehenden Praxisstrukturen versorgt werden können. Im Bodenseekreis gebe es hierfür neben den Hausärzten eine Reihe von Schwerpunktpraxen.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Herausforderung gewinne natürlich mit den vielen Reiserückkehrern und anderen „nicht-symptomatischen Personenkreisen, die ebenfalls getestet werden sollen“, an Brisanz. Nach Angaben des Kreissprechers versucht man sich im Krisenstab des Landratsamts bestmöglich auf die Entwicklung einzustellen.

Auf dem Messegelände wurde alles abgebaut – Standorte werden geprüft

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir dann wieder gemeinsam mit der KV und gegebenenfalls weiteren Partnern eine Fieberambulanz oder eine Teststation einrichten.“ Auf dem Messegelände in Friedrichshafen sei alles abgebaut worden. Man prüfe derzeit verschiedene Standortoptionen, um schnell loslegen zu können, sollte es nötig werden. „Es ist aber noch nichts definiert“, so Schwarz.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Kassenärztliche Vereinigung verweist bei der Frage nach weiteren Standorten auf das Sozialministerium. Dort werde entschieden, wo genau Corona-Testzentren eingerichtet werden. Die Kassenärztliche Vereinigung unterstütze das Ministerium in Stuttgart bei der Umsetzung der Teststrategie.

Sozialministerium: Reiseströme bei der Wahl des Standorts berücksichtigt

Abhängig von den zur Verfügung stehenden Kapazitäten seien derzeit weitere Stationen an einzelnen Autobahnparkplätzen und Bahnhöfen vorgesehen. Wie ein Sprecher des Sozialministeriums erklärt, würden Reiseströme bei der Wahl des Standorts berücksichtigt. „Zur Einrichtung weiterer Test-Stationen laufen aktuell noch Gespräche.“

Mit Abstrichstelle in Ravensburg sollen Kapazitäten für Tests geschaffen werden

In Ravensburg wurde bereits Ende vergangener Woche bekannt, dass die Kassenärztliche Vereinigung dort wieder eine zentrale Corona-Abstrichstelle eröffnet. Damit schaffe man genug Kapazitäten, um dem voraussichtlich weiterhin stark steigenden Bedarf an Coronatests in den nächsten Wochen gerecht zu werden. Es handle sich um eine reine Abstrichstelle. Die ärztliche Versorgung erfolge hingegen nach wie vor beim Hausarzt oder bei schweren Fällen im Krankenhaus.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €