Soldaten der Bundeswehr haben in der Region ihre Arbeit aufgenommen. An den Pflegeheimen im Bodenseekreis werden sie Besucher mit Schnelltests auf das Coronavirus testen. Das Friedrichshafener Pflegeheim Karl-Olga-Haus ist eine der Einrichtungen im Kreis, die das Angebot nutzen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Zuletzt wurden die Anforderungen, wie oft Besucher und Personal getestet werden müssen, aus gutem Grund immer wieder verschärft, schließlich geht es um den Schutz unserer Bewohnerinnen und Bewohner, wird Thomas Burghoff, Leiter des Friedrichshafener Karl-Olga-Hauses, in einer Mitteilung der Stadt zitiert.

Besucher müssen täglich getestet werden

Inzwischen müssen Besucher sowie alle externen Personen täglich getestet werden, Personal wird drei Mal die Woche getestet. „Das ist für die Heime ein großer Aufwand, den wir bisher mit eigenen Kräften, mit Unterstützung qualifizierter Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und zusätzlichen 450-Euro-Kräften geleistet haben“, sagt Burghoff und fügt hinzu: „Das Angebot der Bundeswehr verschafft uns nun etwas Luft und entlastet uns in den nächsten drei Wochen.“

Schnelltests von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr

Für Besucher werden die Schnelltests im Karl-Olga-Haus täglich zwischen 9 und 12 Uhr sowie 14 und 16 Uhr angeboten, auch am Wochenende. Dabei unterstützt jetzt voraussichtlich drei Wochen lang ein Soldat der Panzerpionierkompanie 550 der deutsch-französischen Brigade aus Stetten am kalten Markt die Pflegeeinrichtung. Die Schnelltests sowie die persönliche Schutzausrüstung werden nach Angaben der Stadtverwaltung vom Heim gestellt.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch in anderen Pflegeheimen im Landkreis wird das Personal von Soldaten unterstützt. Durch den Einsatz der Bundeswehr sollen Pflegeheime entlastet werden. In vielen Einrichtungen gibt es nach Angaben des Landratsamts durch Infektionen und Quarantäne bereits spürbare Personalengpässe.

Im Vorfeld haben die Soldaten selbst einen Corona-Test gemacht und eine Schulung durch das Deutsche Rote Kreuz erhalten. Das Landratsamt hat eigenen Angaben zufolge am Montag die Unterstützung der Bundeswehr angefordert, nachdem bei den vollstationären Pflegeeinrichtungen im Landkreis der Bedarf abgefragt wurde. Alle 16 Einrichtungen, die Bedarf angemeldeten hatten, bekämen nun die gewünschte Unterstützung. Die Kreisverwaltung organisiere hierfür die Unterbringung und Verpflegung sowie den Transport der Soldaten.