In der Fieberambulanz in der Messehalle A7 konnten laut Mitteilung des Landratsamtes Menschen mit corona-typischen Symptomen versorgt werden, wenn eine Behandlung in einer hausärztlichen Praxis nicht möglich war, insbesondere an Wochenenden und Feiertagen. Künftig werde diese Aufgabe durch Notfallpraxen in Friedrichshafen, Tettnang und Überlingen übernommen. „Damit ist sichergestellt, dass auch in Zukunft im Bodenseekreis potenzielle Corona-Patienten mit starken Beschwerden oder Personen mit dringendem Testbedarf an jedem Tag der Woche bestmöglich versorgt werden“, wird Karl Josef Rosenstock, Beauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung im Bodenseekreis, in dem Pressetext zitiert.

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Am ersten Weihnachtsfeiertag herrschte der meiste Betrieb

Die Fieberambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) war im September 2020 als ergänzende Versorgungsstruktur eingerichtet worden, um bei einem möglichen hohen Patientenaufkommen die Praxen und Kliniken im Landkreis zu entlasten und Betroffenen an allen Tagen ein Untersuchungsangebot machen zu können. Phasenweise war sie den Angaben aus dem Landratsamt zufolge täglich geöffnet, Patienten wurden in der Regel über den bereitschaftsärztlichen Dienst der KV über die Rufnummer 116117 hierhin übermittelt und es gab ein eigenes Online-Anmeldesystem.

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An insgesamt 188 Betriebstagen insgesamt rund 3000 Patienten in der Fieberambulanz ärztlich untersucht und PCR-getestet, heißt es weiter. Mit 56 Patienten sei der erste Weihnachtsfeiertag dabei der geschäftigste Tag von allen gewesen. Die Crew der Fieberambulanz bestand insgesamt aus acht medizinischen Fachangestellten (MFA), die durch ärztliche Praxen im Landkreis entsandt worden sind, sowie 24 Ärzten.

„Die Fieberambulanz hat 40 Wochen lang die Stellung gehalten in einer wohl für alle nicht ganz einfachen Zeit. Für diesen Einsatz bin ich dem Team sehr dankbar.“
Karl Josef Rosenstock, Beauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung im Bodenseekreis

Rosenstock zufolge gab es mehrere Fälle, bei denen es gut war, dass die Betroffenen sofort untersucht und getestet werden konnten und es bei der nachfolgenden Behandlung keine Verzögerung gab. „Allein dafür hat sich der Aufwand gelohnt“, so der KV-Beauftragte weiter. Auch der Messe Friedrichshafen, die für sehr gute Arbeitsbedingungen gesorgt habe, spricht der Mediziner seinen Dank aus. „Es ist aber unter dem Strich ein gutes Zeichen, dass die Fieberambulanz nie an ihre Leistungsgrenzen gekommen ist und wir die Versorgung möglicher künftiger Fälle nun vollständig über die Regelversorgungsstrukturen im Landkreis abbilden können“, erklärt Rosenstock.