In die Querschnittsdiskussion um den Weiterbau der B 31-neu schaltet sich auch das B 31-neu Bündnis Pro 7.5 Plus ein. Laut einer Mitteilung entspricht die Position des Bündnisses den Festlegungen im Bundesverkehrswegeplan, „die zur nachhaltigen Lösung der Verkehrsprobleme hier am Bodensee einen zweistreifigen und vierspurigen Querschnitt RQ28“ vorsehen.

Auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) spricht sich hierfür aus. Dies begrüßt das Bündnis ausdrücklich. Dennoch: Den von Landrat Lothar Wölfle, von allen Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden und dem Regionalverbandspräsidenten Wilfried Franke eingebrachten Vorschlag eines Kompromisses mit der Reduktion auf einen Querschnitt von 21 Metern, das heißt vierspurig ohne Standspuren, „können wir als Bündnis mittragen“.

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Und weiter: „Um die Auswirkungen der Reduktion auf die Verkehrssicherheit kalkulieren zu können, fordern wir hier jedoch eine fachliche Bewertung dieser Version durch den Verkehrsgutachter. Wir legen gesteigerten Wert darauf, dass sowohl die Trassenentscheidung wie auch die Entscheidung über den Querschnitt der Straße fachlich und gutachterlich fundiert und nicht am Ende ein Ergebnis eines vor allem politischen Deals sind.“

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Hinsichtlich der Trassenvariante B1, für die sich Regierungspräsidium, Land und Bund aussprechen, äußert das Bündnis Kritik: „Die Entscheidung für die Trasse B1 mit der Südumfahrung von Stetten durch wertvollste Rebflächen und in einem der schönsten Abschnitte der seenahen Bodenseelandschaft wird die Landschaft seenah massiv und unwiderruflich in Mitleidenschaft ziehen.“ In Immenstaad (Siedlung), Kippenhausen und Stetten würden mit dem Verlauf der B1 die direkte Nähe der Straße zur Wohnbebauung mit vielen unmittelbar Betroffenen und die Vernichtung hochwertiger Obst- und
Weinbaukulturen in Kauf genommen.

Bündnis akzeptiert Variante B1

Trotzdem will man die Entscheidung für die Trasse B1 akzeptieren: „Wir beugen uns damit den artenschutzrechtlichen Bewertungen der Gutachter! Wir müssen es zulassen, dass dieser hoch attraktive Abschnitt der Seelandschaft sowie seenahe Naherholungsgebiete von Stetten, Hagnau und Immenstaad, dem abschnittsweisen Vorkommen von Fledermäusen, Gelbbauchunken, Grauspechten und Wendehälsen geopfert werden.“

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Gefordert wird allerdings: eine möglichst frühe Einbeziehung in die Detailplanungen sensibler Abschnitte, so dass Vorschläge diskutiert und gegebenenfalls in den konkreten Planungen berücksichtigt werden können, eine Vermeidung eines unkalkulierbaren Flurbereinigungsverfahrens bei Sonderkulturen des Wein- und Obstbaus, Kalkulations- und Planungssicherheit potenziell betroffener Besitzer/Nutzer von benötigten Flächen sowie ein Miteinander von Betroffenen, Politik, Verwaltung und Planern.

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