Noch am Sonntag haben in Bregenz rund 5000 Menschen gegen Lockdown und Impfpflicht in Österreich demonstriert. Tags darauf kehrte jene Stille ein, die angesichts der Entwicklung der Corona-Zahlen auch in Deutschland stellenweise bereits wieder befürchtet oder auch herbeigesehnt wird: die Stille eines Lockdowns. Bis zum 13. Dezember soll er dauern – für Ungeimpfte ebenso wie Geimpfte.

Keine Weihnachtseinkäufe: Hier die leere Bregenzer Fußgängerzone am Dienstag.
Keine Weihnachtseinkäufe: Hier die leere Bregenzer Fußgängerzone am Dienstag. | Bild: Susanne Hogl

Ein Eindruck vom Dienstagvormittag in Bregenz: Die Vorarlberger scheinen ausgesprochen diszipliniert zu sein. Die Straßen sind an diesem sonnigen Tag so gut wie leergefegt. Kurz huscht mal jemand in einen Supermarkt und auch der Bregenzer Wochenmarkt findet satt, aber dort gibt es nur vereinzelte Kunden. Die gesamte Flotte der Vorarlberg Lines liegt im Hafen, kein Schiff bringt Menschen auf Weihnachtsmärkte, keines legt zu Adventsrundfahrten ab. Und auf dem Weihnachtsmarkt vor Ort? Gespenstische Stille und geschlossene Buden – mindestens bis Mitte Dezember.

Kein Glühwein und keine Bratwurst – und das mindestens bis zum 13. Dezember.
Kein Glühwein und keine Bratwurst – und das mindestens bis zum 13. Dezember. | Bild: Susanne Hogl

Auch wenn Skifahren im Lockdown mit der 2G-Regel nun übrigens doch möglich ist: Wenn die ersten Skigebiete öffnen, können Wintersportler aus Deutschland nur als Tagesausflügler kommen, Hotels und Restaurants und Hütten sind geschlossen.

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Die Vorarlberger Händler fürchten derweil bereits um ihre Umsätze. Probleme nicht nur für die heimische Sportartikelindustrie sieht Wirtschaftslandesrat Marco Tittler: „Die heimische Wirtschaft ist aufgrund des erneuten Lockdowns leider wieder mit großen Belastungen konfrontiert, deshalb sind wieder entsprechende Unterstützungsmaßnahmen notwendig“, betont er.

Der Blick vom Vorarlberg Museum in Richtung Bodensee zeigt: In Bregenz bleiben die Menschen wegen des Lockdowns zu Hause. Nur die Schulen sowie Geschäfte für den täglichen Bedarf sind geöffnet.
Der Blick vom Vorarlberg Museum in Richtung Bodensee zeigt: In Bregenz bleiben die Menschen wegen des Lockdowns zu Hause. Nur die Schulen sowie Geschäfte für den täglichen Bedarf sind geöffnet. | Bild: Susanne Hogl

Auch vor dem Hintergrund bald auszuzahlender Weihnachtsgelder sei es wichtig, „dass die Hilfen jetzt schnell, unbürokratisch und treffsicher ausbezahlt werden“, so Tittler.