Schulhefte, Stifte und Co.: Die Listen zum Schulanfang waren lang, was Erziehungsberechtigte zu besorgen hatten. Auch im laufenden Schuljahr stehen immer wieder Anschaffungen für die Schüler an. Doch was, wenn man sich diese in Anbetracht der aktuellen Kostensteigerungen nicht leisten kann? Nachfragen ergeben, dass Eltern, die Hilfe benötigen, keine Anlaufstellen speziell für Schulmaterial haben, wenn sie nicht ins Raster der Ämter fallen.

Maren Dronia, Projektleitung der Kinderstiftung Bodensee, berichtet: „Leider kann die Kinderstiftung Bodensee keine direkte Unterstützung leisten, wenn es um die Anschaffung von Schulmaterial geht. Wir unterstützen über den Möglichmacher Familien, wenn es immaterielle, außerschulische Aktivitäten geht.“ Zum Beispiel könne niederschwellig ein Zuschuss für Vereinsbeiträge, Musikschulunterricht, Ferienfreizeiten oder Ähnliches gestellt werden. Nähere Informationen dazu gibt es unter: www.kinderstiftung-bodensee.de/was-wir-tun/moeglichmacher/moeglichmacher

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Norbert Büchelmaier vom Kinderschutzbund Friedrichshafen erklärt auf Anfrage: „Mir ist keine Stelle bekannt, wo man sich Schulmaterial beschaffen kann.“ Ein Problem sieht die Organisation darin, dass die Anforderungen sehr vielfältig sind. Ein Lager müsste den Bedarf verschiedenster Schuljahre abdecken, gibt Büchelmaier im Gespräch zu bedenken.

Im Sinne materieller Unterstützung gibt es beim Kinderschutzbund laut Büchelmaier einen Schrank mit Kleidung, Schuhen und Spielsachen, aus dem Bedürftige gegen Cent-Beträge Sachen mitnehmen können. Schulmaterial oder Geld für Schulbedarf kann nicht ausgehändigt werden. Vorsitzender Büchelmaier rät, sich an lokale Hilfsorganisation wie beispielsweise „Häfler Helfen“ zu wenden. Diese haben sich in der Regel auf die Fahne geschrieben, Menschen in Not unbürokratisch zur Seite zu stehen.

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