Die Arbeiten für die Elektrifizierung der Südbahn liegen nach Angaben der Deutschen Bahn weiter im vorgesehenen Zeitplan. Derzeit werden auf dem rund 20 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Ravensburg und Friedrichshafen die Oberleitungen gebaut. Zuletzt seien im Umrichterwerk Niederbiegen zwei Transformatoren angeliefert worden. Diese wandeln mit den Umrichtern künftig Strom aus dem öffentlichen Netz in Bahnstrom um und sorgen so für elektrischen Betrieb auf der Südbahn.

Jeder der beiden Umrichtertransformatoren, auch Dreiphasen-Öl-Transformator genannt, ist laut einer Mitteilung der Bahn 57,5 Tonnen schwer und 5,5 Mal 5,4 Mal 2,5 Meter groß. Sie transformieren die Spannung von 110 000 auf 2700 Volt, um diese Spannung im Umrichterwerk überhaupt verarbeiten zu können, berichtet die Bahn. Die Lebensdauer liegt bei rund 50 Jahren, die Kosten eines Transformators betragen rund 400 000 Euro.

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Die elektrischen Strecken der Deutschen Bahn werden mit Bahnstrom der Frequenz 16,7 Hertz (Hz) und einer Nennspannung von 15 Kilovolt (kV), dem tausendfachen der Einheit für elektrische Spannung, betrieben. Das Umrichterwerk in Niederbiegen versorgt künftig die neu elektrifizierte Strecke Ulm–Friedrichshafen. Es wandelt dazu die Frequenz und Spannung aus dem öffentlichen 110kV-/50 Hz-Stromnetz in Bahnstrom um.

Inbetriebnahme der Südbahnstrecke im Dezember 2021

Im Jahr 2020 liegt der Schwerpunkt der Südbahn-Bauarbeiten auf den Abschnitten Aulendorf–Ravensburg und Ravensburg–Friedrichshafen. Noch bis zum 19. Dezember ist die Strecke Ravensburg–Friedrichshafen-Stadt voll gesperrt. Fahrgäste müssen auf den Schienenersatzverkehr umsteigen. Die geplante Inbetriebnahme der Südbahnstrecke ist für Dezember 2021 vorgesehen.