Das erste von vier neuen Arbeitsbooten für die Ölwehr hat Innenminister Thomas Strobl gemeinsam mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann beim Regierungstreffen in Meersburg an die Friedrichshafener Feuerwehr übergeben.

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Bis zum zweiten Quartal 2020 sollen auch Radolfzell, Konstanz und Überlingen mit den neuen Arbeitsbooten für den Schutz des Trinkwasserspeichers Bodensee ausgestattet sein.

Meersburgs Bürgermeister Robert Scherer sowie die Innenminister Joachim Herrmann und Thomas Strobl (von links) an Bord des neuen Arbeitsboots im Meersburger Hafen.
Meersburgs Bürgermeister Robert Scherer sowie die Innenminister Joachim Herrmann und Thomas Strobl (von links) an Bord des neuen Arbeitsboots im Meersburger Hafen. | Bild: Lorna Komm

Die beiden bisherigen im Dienst stehenden rund 40 Jahre alten Feuerlöschboote in Konstanz und Friedrichshafen werden dann außer Betrieb genommen, erklärte Strobl anlässlich der Präsentationsfahrt vor dem Meersburger Hafen.

Gefahrenabwehr über Grenzen hinweg

„Damit sorgen wir für eine hochmoderne Ausstattung der Ölwehr – und dafür, dass die länderübergreifende Gefahrenabwehr mit Bayern, Österreich und der Schweiz unter dem Dach der internationalen Gewässerschutzkommission Bodensee funktioniert“, so der Innenminister.

Video: Lorna Komm

Die Boote werden vom Land Baden-Württemberg finanziert, die Gesamtkosten liegen bei rund 7,6 Millionen Euro. Die Boote sind mit zwei 550 PS starken Motoren ausgerüstet und haben eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 50 Stundenkilometern.

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Erlaubt seien auf dem See normal 40 Stundenkilometer, man habe eine Sondergenehmigung, erklärte Michael Berchter, Sachgebietsleiter Technik der Feuerwehr Friedrichshafen.

Schulung für Feuerwehrleute

Er und seine Kollegen werden die nächsten drei bis vier Monate auf dem Boot ausgebildet. Das Arbeitsboot hat ein breites Einsatzspektrum: Brandbekämpfung, Bekämpfung bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen oder Personenrettung.

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Medizinisch geschultes Personal werde immer mit an Bord sein, erklärte Berchter. „Die neuen Boote sind ein wichtiger Schutz für den Bodensee und seiner Anrainer“, sagte Innenminister Herrmann. Bayern sichere den Bodensee derzeit mit 800 Metern Ölsperre in Lindau, fünf Booten und einem Ölaufnahmegerät.