Der Neuschnee sorgte auf den Straßen im Bodenseekreis für starke Behinderungen. Allein auf der B 31 gab es am Donnerstagvormittag erhebliche Verkehrsbehinderungen bei Kressbronn, weil sich Lastwagen an einer Steigung festgefahren hatten. Auch die B 31-Ausfahrt beim Löwentalviadukt in Friedrichshafen in Richtung Lindau war durch einen Lastwagen blockiert. In Langenargen wurde auf der B 31 zusätzlich ein Auffahrunfall registriert.

Auch die Flugzeuge mussten am Flughafen enteist werden. Der Winterdienst ist nach Angaben des Flughafens sind seit letztem Wochenende im Dauereinsatz. Das gesamte Vorfeld, die Start- und Landebahn müssen geräumt und Flugzeuge müssen enteist werden.
Auch die Flugzeuge mussten am Flughafen enteist werden. Der Winterdienst ist nach Angaben des Flughafens sind seit letztem Wochenende im Dauereinsatz. Das gesamte Vorfeld, die Start- und Landebahn müssen geräumt und Flugzeuge müssen enteist werden. | Bild: Flughafen Friedrichshafen

Lkw blockiert Hauptverkehrsachse bei Landratsamt

Auch vor dem Landratsamt stand lange Zeit der Verkehr still, weil ein Lastwagen, der offenbar mit Sommerreifen unterwegs war, von der Straße abgekommen war. Er blockierte so die Fahrbahn in Richtung Friedrichshafen. Doch dank des beherzten Eingreifens eines Hausmeisters wurde die Situation entschärft. Er streute Rollsplit unter die Räder des Sattelschleppers. So gelang es dem Fahrer schließlich, den Lkw rückwärts in die Bushaltestelle zu manövrieren.

Auch zwischen Hersberg und Immenstaad staute sich der Verkehr.
Auch zwischen Hersberg und Immenstaad staute sich der Verkehr. | Bild: Rosemarie Clericus

Staus zwischen Hagnau und Friedrichshafen

Autofahrer, die zwischen Hagnau und Friedrichshafen unterwegs waren, mussten viel Geduld mitbringen. Auf der B 31 ging zeitweise gar nichts mehr. Stau gab es auch in Tettnang, weil am Dorfweiher ein Lastwagen festhing. Im Deggenhausertal war ein Auto auf der L 204 von der Fahrbahn gerutscht. Auf der Straße zwischen Frickingen und Altheim waren drei Autos in einen Unfall verwickelt, zusätzlich steckte ein Lastwagen fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Häfler Stadtbusse bis zu 30 Minuten verspätet

Auch der öffentliche Nahverkehr war vom Schneefall betroffen. Wie Sebastian Dix, Pressesprecher des Stadtwerks am See, berichtet, verspäteten sich die Busse des Stadtverkehrs Friedrichshafen bis etwa um 10 Uhr um etwa 30 Minuten. Am Bodensee-Airport führte der Wintereinbruch ebenfalls zu viel Mehrarbeit. Denn alle Flieger müssen vor Abflug enteist werden. Der Winterdienst ist nach Angaben des Flughafens seit vergangenem Wochenende im Dauereinsatz. Das gesamte Vorfeld, die Start- und Landebahn müssen zudem geräumt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Keine nennenswerten Verspätungen bei der Bahn

Die Schüler waren pünktlich. Aber die Lehrer nicht, jedenfalls nicht alle, blickt Andreas Geiger, Rektor der Jakob-Gretser-Grundschule in Markdorf auf das Schnee-Chaos zurück. "Normalerweise brauche ich 22 Minuten für die Strecke Überlingen Markdorf, heute waren es 50." Von keinen außergewöhnlichen Verspätungen wusste Manfred Briemle zu berichten, Fahrdienstleiter am Markdorfer Bahnhof. Wegen des heftigen Schneefalls war er außerhalb des Stellwerkraums anzutreffen. "Eigentlich ist das ja nicht meine Aufgabe", erläuterte er sein Kieselsteine-Streuen. Die Sicherheit der Bahnkunden machte den Einsatz indes nötig. Weitaus größere Probleme als die Bahn hatten die Linienbusse. In der Frühe verkündete die Verkehrs-App für die Verbindung Ravensburg-Konstanz noch erhebliche Verspätungen. Auch die Busse aus Oberteuringen nach Markdorf hatten gravierende Verspätungen.

Bahn-Fahrdienstleiter Manfred Briemle streut am Bahnhof in Markdorf Splitt auf den Bahnsteig.
Bahn-Fahrdienstleiter Manfred Briemle streut am Bahnhof in Markdorf Splitt auf den Bahnsteig. | Bild: Jörg Büsche

Drei Straßenmeistereien ganztägig im Einsatz

Für die Mitarbeiter der drei Straßenmeistereien Markdorf, Tettnang und Überlingen bedeutete der Wintereinbruch einen ganztägigen Einsatz, wie der Betriebsreferent des Straßenbauamts, Gerhard Miez, berichtete. Denn bis in den Abend hinein seien sie in den größeren Höhenlagen – in Heiligenberg, Neukirch und auf dem Höchsten – im Einsatz gewesen. Vom Wintereinbruch überrascht worden seien sie nicht. "Wir haben immer wieder solche Tage", sagte Miez. "Aber wir waren an der Leistungsgrenze unterwegs."