Wie ein Kater verhindert oder erträglich gemacht werden kann, verrät Birgitt Grömmer. Die Leiterin der Hofapotheke in Meersburg beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Genuss von alkoholischen Getränken.

Birgitt Grömmer, Leiterin der Hofapotheke in Meersburg
Birgitt Grömmer, Leiterin der Hofapotheke in Meersburg | Bild: Privat
  • Grundlage schaffen: „Auf keinen Fall sollte man auf leeren Magen trinken“, sagt Grömmer. Das Essen muss nicht unbedingt fettig sein, wichtig ist es, etwas im Magen zu haben. „Auf keinen Fall einen Verdauungsschnaps trinken“, mahnt die Expertin, „lieber einen Espresso“. Durch die in diesem enthaltenen Bitterstoffe wird die Verdauung gefördert – der Schnaps würde das Gegenteil bewirken.
  • Wasser zwischendurch: Nach jedem alkoholischen Getränk soll ein Glas Wasser getrunken werden. „Konsequent daran halten“, rät die Apothekerin. Damit wird das Kater-Risiko stark minimiert. Wer dieselbe Menge an Wasser wie an Bier oder Wein zu sich nimmt, ist auf der sicheren Seite.
  • Keinen Fusel: „Da ist etwas Wahres dran“, sagt die Leiterin der Hofapotheke. Der Kater wird durch den Zucker- und insbesondere den Schwefelgehalt beeinflusst. Darin können sich günstigere Weine von teureren unterscheiden.
  • Kein Schmerzmittel: Was tun, wenn der nächsten Morgen zur Qual wird? „Auf keinen Fall Schmerzmittel einnehmen“, sagt Birgitt Grömmer. Vielerorts wird dies all zu sorglos eingenommen. Die tatsächliche Vergiftung wird dadurch verlangsamt, weil das Medikament ebenfalls die Leber beschäftigt.
  • Was wirklich hilft: Die Lösung könne nur heißen: Schlafen, Wasser trinken und sauren Hering essen. Der Alkohol entzieht dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Diese liefert der saure Hering. Er liefert Salz und Mineralstoffe, die so genannten Elektrolyte. Der saure Hering macht durstig und unterstützt damit die Wasseraufnahme. Einen Tipp hat die Expertin noch: „Das Einfachste ist es, einfach weniger zu trinken.“
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