Nach aktuellem Stand werden bis 19. April keine Schiffe mehr zwischen Friedrichshafen und Romanshorn verkehren. Das bestätigt Josef Siebler von den Bodensee-Schiffsbetrieben (BSB) am Dienstag auf SÜDKURIER-Nachfrage.

Grenzübergang bei Romanshorn geschlossen

„Wir haben am späten Vormittag erfahren, dass die Schweiz den Grenzübergang in Romanshorn schließt“, erklärt BSB-Pressesprecher Siebler.

Die Schließung der Grenze sei für die BSB völlig überraschend gekommen: „Die von der deutschen Bundesregierung beschlossene Schließung der Grenzen in die Schweiz hatte zunächst keine Auswirkungen auf die Verbindung, da sie ausdrücklich dem Pendler- und Warenverkehr dient.“

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Warenverkehr und Pendler müssen große Umwege in Kauf nehmen

Mit der Einstellung der Fährverbindung zwischen Friedrichshafen und Romanshorn komme eine wichtige Strecke des Waren- und Pendlerverkehrs zum Erliegen, sagt Siebler: „Sie müssen jetzt Umwege in Kauf nehmen.“

Der Warenverkehr ist bis auf Weiteres nur noch über den Autobahnzoll Kreuzlingen/Thayngen möglich und der Pendlerverkehr über den Zoll Kreuzlingen/Emmishofen nach Konstanz, wie die BSB weiter mitteilen.

„Verkehr muss auf größere Grenzübergänge kanalisiert werden“

Der Grenzübergang in Romanshorn ist aufgrund der neuen Verordnung der Schweizer Regierung geschlossen worden, die seit Mitternacht gilt. Das erklärt Jasmine Blum, Pressesprecherin der Eidgenössichen Zollverwaltung (EZV), auf SÜDKURIER-Nachfrage. „Aufgrund der Verordnung muss der Verkehr auf größere Grenzübergänge kanalisiert werden“, so Blum weiter.

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Eine Liste auf der Internetseite der EZV führt die zu schließenden Schweizer Grenzübergänge auf. Der Grenzübergang in Romanshorn war dort am frühen Dienstagnachmittag noch nicht zu finden. „Die aktuelle Version der Liste haben wir gestern Abend herausgegeben, sie wird laufend aktualisiert“, erklärt Blum. Welche Grenzübergänge die Schweiz zu ihren Nachbarstaaten wie Deutschland schließt, sei das Ergebnis laufender Gespräche: „Es wird individuell mit inländischen und ausländischen Behörden besprochen, welche man schließen kann.“

Fährmitarbeiter werden in den Urlaub geschickt

Welche finanziellen Folgen die Einstellung der Fährverbindung für die BSB haben wird, konnte Siebler am Dienstag noch nicht abschließend sagen: „Es handelt sich aber schon um eine wichtige Schiffsverbindung.“ Die Schiffsführer und weiteren Fährmitarbeiter würden nun Überstunden und Urlaubstage abbauen.

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