Die Menschen im Bodenseekreis werden immer älter. Manche haben gesundheitliche Probleme oder sind auf Pflege angewiesen, andere genießen ihren Ruhestand, wieder andere sind einsam. Die Interessen der älteren Menschen vertritt der Kreisseniorenrat.

Demografischer Wandel macht Arbeit noch wichtiger

Im März hat Walter Schmid aus Friedrichshafen den Vorsitz übernommen. „Die Seniorenarbeit hat bereits jetzt einen großen Stellenwert. Sie wird künftig angesichts des demografischen Wandels aber noch wichtiger werden“, ist sich Schmid sicher. Als eine der Hauptaufgaben des Kreisseniorenrats nennt er die Unterstützung der lokalen Seniorenräte in den Städten und Gemeinden.

Zusammenarbeit rund um den Bodensee

„Übergreifend sind zum Beispiel Themen wie Pflege, Vorsorgemappe und Patientenverfügung, Pflegeversicherung oder Wohnen im Alter“, nennt er Beispiele. Außerdem ist der Kreisseniorenrat Teil der Seniorenplattform Bodensee mit Mitgliedern anderer Landkreise um den See sowie aus Vorarlberg, Liechtenstein und der Schweiz.

Vorträge zum Thema Sicherheit für Senioren

Auf der Homepage des Kreisseniorenrats finden sich Tipps für Seniorenclubs, Aktuelles in Sachen Seniorenpolitik, die Online-Ausgabe des Magazins „Der Bodensee Senior“, Broschüren und sogar ein umfangreicher Wegweiser für Senioren durch die digitale Welt. "Vorträge wie etwa zum Thema Sicherheit für Senioren gehören ebenfalls zum Angebot. Glücklicherweise werden wir von unserer Geschäftsstelle im Landratsamt bei den organisatorischen Aufgaben sehr gut unterstützt und vom Bodenseekreis finanziert", sagt Schmid.

Für die Zukunft mehr Gemeinsamkeit

Als neuer Vorsitzender will er sich in nächster Zeit persönlich bei den 25 beteiligten Organisationen mit insgesamt rund 500 Mitgliedern im Kreisgebiet vorstellen. Er erhoffe sich für die Zukunft mehr Gemeinsamkeit und eine Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls. Sein Wunsch wäre, die "weißen Flecken" in Meersburg, Überlingen und Markdorf ebenfalls für den Kreisseniorenrat zu gewinnen.

An Themen fehlt es dem Kreisseniorenrat nicht

"Die Vernetzung untereinander, zum Beispiel bei gemeinsamen Veranstaltungen, halte ich für sehr wichtig", so der Vorsitzende. Das Thema "Jung und Alt" möchte er ebenso angehen wie "Umwelt und Klimawandel". "Immerhin haben 90 Prozent der Senioren Kinder und Enkel." An Themen fehle es dem Kreisseniorenrat keinesfalls. Freuen würde man sich jedoch noch weitere Kümmerer.