Mehr Mitglieder, mehr Stimmen, mehr Geld – die Grünen im Bodenseekreis haben ein gutes Jahr hinter sich. Aber der Erfolg macht viel Arbeit. Bei ihrer Hauptversammlung haben die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen daher beschlossen, ihren Vorstand von derzeit vier auf sieben zu erweitern. Vorstandsmitglied Markus Böhlen plädierte für die Erweiterung: „Bei mehr Mitgliedern und größeren Aufgaben brauchen wir auch mehr Kreisvorstände und eine stärkere Zuordnung der Funktionen.“

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Auf Platz eins des neuen Vorstands wählte die Versammlung Sonja Würden, die sich bereits um die Homepage kümmert. „Ich möchte die Kommunikation zwischen den verschiedenen Gruppen fördern“, sagte sie. Auf Platz zwei setzte sich Markus Böhlen gegen zwei Mitbewerber durch.

Martin Hahn auf Platz sechs

Platz drei geht an die 18-jährige Franziska Scholz, ehemalige Schülersprecherin und bald Studentin in Konstanz. „Ich würde mich freuen, die grüne Jugend zu repräsentieren“, sagte sie. Matthias Klemm, der von 2008 bis 2011 im Vorstand mitgearbeitet hat, gewinnt die Abstimmung um Platz vier. „Die Grünen haben ein tolles Modell für die Zukunft, da lasse ich mich wieder vor den Karren spannen“, betonte er. Platz fünf besetzt Lena Metzler, bei der grünen Jugend und im Fußballverein aktiv. Auf Platz sechs wurde der Landtagsabgeordnete Martin Hahn wiedergewählt. "Ich sehe meine Arbeit in der Verbindung zwischen dem, was im Landtag passiert, und dem Kreis", sagte er.

In Europawahlkampf können sie "richtig Geld reinstecken"

Als Einzige ein fast einstimmiges Ergebnis erhielt Sabine Witzigmann, die im Amt der Schatzmeisterin bestätigt wurde. Sie hatte vorher den Bericht zum Haushalt 2017 vorgelegt: Einnahmen von 50 716,84 Euro setzen sich aus Mitgliederbeiträgen, Spenden und Mandatsträgerbeiträgen zusammen. Ihnen stehen Ausgaben in Höhe von 32 856 Euro gegenüber, davon gingen 22 380,34 Euro in den Bundestagswahlkampf und gut 8000 Euro wurden für allgemeine politische Arbeit ausgegeben. Dazu kommen Sachausgaben für den laufenden Betrieb. Das Reinvermögen betrug 2017 zum Jahresende 94 851 Euro, Ende 2018 schon 128 997 Euro. „Wir können es uns leisten, in den Europawahlkampf richtig Geld reinzustecken“, so Witzigmann.

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Kassenprüfer Thomas Henne bescheinigte ihr ein weit über das normale Ehrenamt hinausgehendes Engagement. Sie habe nicht nur die Kasse geführt, Belege gesammelt und Kosten erstattet, sondern auch die Mitgliederverwaltung übernommen. 2018 habe sie 80 neue Mitglieder angelegt. "Dass das umfassend und korrekt gemacht wird, ist nicht einfach selbstverständlich, sondern ein Hygienefaktor für unsere politische Arbeit", sagte er. Sein Antrag, ihr zunächst für zwei Jahre ein Entgelt von 2400 Euro zu zahlen, wurde mit großer Mehrheit angenommen.