"Märchen und Träume" lautete der Titel der Tanzrevue, die 58 Schülerinnen und drei Schüler von Tanzlehrerin Sibylle Rothkirch am Samstagnachmittag in der Wilhelm-Schussen-Halle in Eriskirch zum Besten gaben. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Volkshochschulkursen in Eriskirch und Oberteuringen sowie aus der Tanzschule "Tanzraum" in Tettnang standen gemeinsam auf der Bühne.

Nadine Teufel, Fachbereichsleiterin Kultur und Gestalten der VHS Bodenseekreis, begrüßte die Gäste zu einer doppelten Premiere. Für VHS-Lehrerin Sibylle Rothkirch war es die erste Aufführung, seit sie vor einem Jahr die Kurse in Eriskirch und Oberteuringen übernommen hat und gleichzeitig war es die erste gemeinsame Aufführung mit dem Tettnanger Studio Tanzraum, dessen Leitung ebenfalls in den Händen Rothkirchs liegt.

Im ersten Teil wurde Ballett getanzt, der zweite Teil stand unter dem Motto "It's Showtime." Allen gemeinsam war die gelungene Performance einer Mischung aus Kraft, Anmut, Balance und Freude an der Bewegung sowohl beim Spitzentanz als auch beim Showtanz. Märchenhafte Kostüme und traumhafte Bilder erfreuten die Besucher, die in erster Linie aus Eltern und Großeltern der Kinder sowie aus Angehörigen der tanzsportbegeisterten Akteurinnen bestanden. Den Auftakt bildeten drei Solotänzerinnen mit dem "Tanz der Rohrflöten" aus Tschaikowskis "Nussknacker. Es folgten "Clara und der Nussknacker", getanzt von drei Claras, die Verstärkung von neun bezaubernden Mäuschen bekamen. Sie trippelten, tänzelten und hüpften über die Bühne, bis ein zarter Glockenklang sie davonhuschen ließ, um Platz für den "Tanz der Zuckerfee" zu machen.

Dramatische Musikklänge begleiteten danach Cinderella mit Korb und Besen auf die Bühne. Zehn Täubchen eilten paarweise herbei, drehten sich zur Musik und lasen die Linsen aus der Asche, die die Stiefmutter ausgeschüttet hatte.

Weiter ging es mit wahrhaft prinzessinnenhaft geschmückten Prinzessinnen und Gästen Cinderellas, die souverän und hochkonzentriert die Ballveranstaltung im Griff hatten. Elf großgewachsene Tanzelevinnen schritten alsbald zum Prolog der Schwanenkönigin Odette und entführten mitsamt der verzauberten Prinzessin aus "Schwanensee" wieder in die Welt Tschaikowskis. Kleine und große Schwäne erfüllten die Bühne mit imaginärem Flügelschlag, gefolgt vom schwarzen Schwan Odile und Baron Rotbart im bodenlangen schwarzen Umhang.

Nach dieser sportlichen Höchstleistung hatten sich Tänzer und Tänzerinnen eine Pause verdient. Besonders die Kleinsten nutzen die Zeit für ein Fotoshooting im zauberhaften Kostüm oder für eine Stärkung aus Mamas Vesperdose. Danach verwandelten Showtänze die Bühne in eine Revueplattform. Vier Tänzerinnen entführten mit Salsa nach Cuba, acht junge Frauen breiteten ihre Pfauenschwänze zu "Burlesque" von Cher aus. Nachtblaue Tutus schmückten die zehn Mädchen bei "Drei Nüsse für Aschenbrödel", in "Streets of Fire" wurde gezeigt, dass man auch in Chucks und Lederjacke rasant tanzen kann. "Esmeralda" bot Solospitzentanz, für "Candyman" ernteten zwei Matrosen und sechs weibliche Seeleute einen Riesenapplaus. Eine beeindruckende Choreografie zu Michael Jacksons "Thriller", knackige Cowgirls mit Footlose und viel Bein bei "A Chorus Line" ließen das Publikum ausgiebig Beifall spenden, bevor Nadine Teufel sich bei allen Mitwirkenden für den märchenhaften Tanznachmittag bedankte, an dem sich so mancher Elterntraum erfüllt habe.

 

 

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