Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde wurden vom deutschen Wetterdienst für Mittwochnachmittag vorhergesagt. Wegen des Sturms kam es am Abend zu einigen Einsätzen der Wasserschutzpolizei (Wapo) und der DLRG. So wurde trotz Sturmwarnung auf Höhe von Meersburg gegen 18 Uhr ein hilfloser Surfer gesichtet. Wie es in einer Mitteilung der Polizei weiter heißt, sei dieser von einem Segelboot aufgenommen und sicher an Land gebracht werden. Da der Surfer leichte Verletzungen von sich getragen hat, wurde er vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) versorgt.

Damit war der Surfer nicht der einzige, der die stürmische Lage nicht mehr unter Kontrolle hatte: Ein Kite-Surfer im Untersee trieb wegen des Windes immer weiter in Seemitte und hatte gleichzeitig Probleme mit seinem Schirm. Er wurde von der Wapo Reichenau unverletzt mitsamt Ausrüstung in Ufernähe abgesetzt.

Segler haben Lage unter Kontrolle

Einige Segelboote, die aus Sicht von Zeugen in Seenot vermutet wurden, hatten die Windböen dann aber doch im Griff. Ein Segler auf einem Boot mit gerissenem Segel konnte ohne Hilfe in den Hafen des Württembergischen Yachtclubs einfahren. Bei einem Boot vor Fischbach hatte sich das Segel um den Mast gelegt. Bevor Wapo und DLRG bei dem Segler eintrafen, hatte er es bereits aus eigener Kraft geschafft, das Segel zu setzen.

Auf die Suche nach einer Segeljolle machte sich die Wapo im Untersee zwischen Steckborn und Hemmenhofen. Die Jolle ist gekentert und die zwei Segler sind daraufhin ins Wasser gestürzt. Bevor die Polizei eintraf, konnten die beiden Männer unverletzt von einem anderen Boot an Bord genommen werden.

Nachdem Gäste eines Hotels in Überlingen vor dem Strandbad Ost ein gekentertes Boot meldeten, machten sich Wapo und DLRG auf die Suche, konnten aber kein Boot finden.