Die Kreisgruppe Bodensee des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) fordert eine stündliche Schnellbus-Verbindung zwischen Konstanz und Ravensburg. In einem offenen Brief ans Landesverkehrsministerium, die betroffenen Landkreise und Gemeinden an der Strecke sowie die beiden Verkehrsverbünde Bodo und VHB appelliert der VCD zusammen mit der Inititative Bodensee-S-Bahn, die Schnellbuslinie attraktiver zu machen. Vorbild ist der neue Regiobus 500 zwischen Überlingen und Sigmaringen, der sehr gut angenommen werde.

Der Städteschnellbus zwischen den Oberzentren Ravensburg und Konstanz sei auf der hoch belasteten B 33 mit vielen Ortsdurchfahrten ein schnelles und preiswertes ÖPNV-Angebot. Bislang werden auf dieser Linie, die die Gemeinden Meersburg, Stetten, Ittendorf, Markdorf, Leimbach, Hepbach, Oberteuringen, Dürnast und Bavendorf anbindet, aber nur fünf Fahrten pro Werktag angeboten. Samstags sind es nur drei und am Sonntag verkehre der Schnellbus gar nicht. Dabei werde im Nahverkehrsplan des Bodenseekreises schon seit 2011 ein Schnellbus auf dieser Strecke mindestens im Stundentakt gefordert.

Der VCD appelliert an das Land, die Förderkriterien für den Regiobus großzügiger auszulegen, um eine bessere Schnellbus-Verbindung zwischen Ravensburg und Konstanz zu verwirklichen. Bisher übernimmt das Land die Hälfte des Betriebskostendefizits bei einer neuen, stündlichen Busverbindung "über Land", wenn auf der Bahn kein Alternativangebot da ist. Nach Ansicht des VCD sind die anderen ÖPNV-Verbindungen auf dieser Strecke jedoch "unattraktiv und teuer". Während der Schnellbus auf direktem Weg eine Stunde und 18 Minuten braucht und 8,15 Euro kostet, sind alle Alternativen durch die Fährverbindung nicht umsteigefrei. Preislich akzeptabel sei die Kombination Bus 7537 plus Meersburger Fähre und Stadtbus Konstanz für 10,90 Euro, wobei die Fahrt knapp eine halbe Stunde länger dauert. Zeitlich akzeptabel wäre die Zugverbindung mit Umstieg in Radolfzell, die jedoch 22,60 Euro kostet.