In großer Zahl waren Vertreter der 56 Mitgliedszünfte und -vereine aus dem gesamten Verbandsgebiet, das sich vom Bodensee über Oberschwaben bis zur Schwäbischen Alb erstreckt, am Wochenende nach Leimbach angereist: Am Samstag hielt der Verband Alb-Bodensee-oberschwäbischer Narrenvereine (VAN) seinen Herbstkonvent in der Mehrzweckhalle des Markdorfer Ortsteils ab. Bei den am Nachmittag im Senat abgehaltenen Wahlen wurden der stellvertretende Präsident Uli Hennes und Schriftwartin Ilona Damasch in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand wurde Anja Würtele als Kassenwartin gewählt. Sie übernahm das Amt von Roland Flax, der nach 20 Jahren nicht mehr angetreten war.

Verbandstreffen alle vier Jahre

Außerdem wurde beschlossen, die Satzung in einigen Punkten zu ändern oder anzupassen, wie Präsident Siegfried Burgermeister darlegte. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass das große Verbandstreffen, wenn möglich, alle vier Jahre stattfinden soll und die Mitglieder verpflichtet sind, daran teilzunehmen.“ Um künftig weiterhin sicherzustellen, dass der Verband handlungsfähig bleibt, wurde zudem beschlossen, dass jede Zunft oder Verein mit mindestens zwei Vertretern an den Frühjahrs- und Herbstkonventen teilnehmen soll.

Konstanzer Teufel bei der Straßenfasnet des SÜDKURIER auf der Marktstätte der Konzilstadt im vergangenen Februar. Die Zunft wird am 18. Januar ihr 25-jähriges Jubiläum feiern.
Konstanzer Teufel bei der Straßenfasnet des SÜDKURIER auf der Marktstätte der Konzilstadt im vergangenen Februar. Die Zunft wird am 18. Januar ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. | Bild: Jörg-Peter Rau

Runder Tisch im Ministerium

Im Hinblick auf die Planung und Organisation von großen Fasnetsveranstaltungen wie etwa Verbands- oder Regionaltreffen oder Umzüge, bereiten die anfallenden mitunter sehr hohen Gebühren dem Verband große Sorgen. „Es ist für kleine Dorfvereine nicht zu stemmen, wenn sie für einen Umzug Gebühren im fünfstelligen Bereich entrichten müssen.“ Daher setze man große Hoffnung auf den runden Tisch mit dem Innenministerium, um für alle Beteiligten eine tragbare Lösung zu finden. In den vergangenen Jahren seien die Kosten für Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte), Sicherheit und Erste Hilfe sowie Abfallbeseitigung nach Burgermeisters Aussage stark angestiegen. „Die Gespräche mit dem Innenministerium laufen eigentlich ganz gut, es wird bestimmt eine Lösung geben“, zeigte sich Burgermeister jedoch zuversichtlich.

Auch in der kommenden Fasnet werden die Untersigginger Füchse wieder zum Dämmerumzug ins Deggenhausertal einladen.
Auch in der kommenden Fasnet werden die Untersigginger Füchse wieder zum Dämmerumzug ins Deggenhausertal einladen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Konstanzer Teufel feiern 25-Jähriges

Zu den Höhepunkten der kommenden Fasnet 2020 wird sicherlich das 25. Jubiläum der Narrenzunft Konstanzer Teufel gehören, das mit einem Jubiläumsfest am 18. Januar 2020 gefeiert werden soll. Bereits eine Woche zuvor, am 11. Januar, richtet der Narrenverein Mühlhofen seinen alle zwei Jahre stattfindenden Dämmerumzug aus. Der Narrenverein Untersigginger Füchse ist 2021 wieder Veranstalter seines Dämmerzugs im Deggenhausertal. Das nächste Verbandstreffen ist für 2022 geplant, jedoch steht dessen Veranstaltungsort noch nicht fest.

Bernd Strobel ist seit diesem Jahr der neue Narrenpolizist des Narrenvereins Mühlhofen.
Bernd Strobel ist seit diesem Jahr der neue Narrenpolizist des Narrenvereins Mühlhofen. | Bild: Reiner Jäckle

Der VAN sei insgesamt gut aufgestellt und bereit die kommende Fasnet 2020 zu meistern, hieß es. Dass man in der Lage ist, Herausforderungen zu meistern, stellten auch die Gastgeber eindrücklich unter Beweis. Zahlreiche Helfer des Narren- und Brauchtumsverein (NBV) Hepbach waren den ganzen Tag vor und hinter den Kulissen in der Mehrzweckhalle in Leimbach im Einsatz, um die vielen Gäste zu versorgen. „Es läuft wirklich gut“, berichtete Zunftmeister Daniel Kurz vor Ort im Gespräch mit dem, SÜDKURIER. Man habe genügend Helfer und die Leute seien zufrieden.

Der VAN

  • Der Verband: Am 15. Juni 1990 wurde der „Verband Alemannischer Narrenzünfte“ gegründet. Um Namensverwechslungen zu vermeiden, entschloss man sich 1992, den Namen in „Verband Alb-Bodensee-oberschwäbischer Narrenvereine“ zu ändern. Aktuell hat der VAN 56 Zünfte und Vereine. Das Verbandsgebiet erstreckt sich vom Bodensee bis auf die Schwäbische Alb.
  • Der Vorstand: Präsident Siegfried Burgermeister, Vize-Präsident Uli Hennes, Kassenwart Anja Würtele, Kanzelarin Sabine Heinzelmann, Protokollarin Ilona Damasch, Brauchtumsmeister Bernhard Raufeisen, Medienreferent Harald Paschen, Regionsvertreter: Helmut Häbe (Alb), Lothar Hund (Bodensee) und Stefan Vochatzer (Oberschwaben).