In Tettnang ist es um 10.45 Uhr losgegangen, in Meckenbeuren und in Friedrichshafen um 11 Uhr. „Ganz gemütlich“, wie Gerhard Leiprecht berichtete, einer der zahlreichen Teilnehmer der Sternfahrt mit dem Fahrrad am Samstagvormittag. Aus dem östlichen Bodenseekreis, aber auch aus Überlingen, Daisendorf und Bermatingen bewegten sich Radfahrer nach Markdorf, wo am Wochenende das Stadtfest gefeiert wurde.

Mitradler aus sechs Gemeinden

Hier war das Treffen der Radler aus sechs Gemeinden des Bodenseekreises um 13 Uhr das Auftakt-Event des Festwochenendes. Dies geschah keineswegs zufällig – schließlich beteiligt sich Markdorf erstmals am sogenannten Stadtradeln.

Mitglieder des ADFC geben Tipps

Das ist eine bundesweite Aktion, erklärte Stefan Huber aus Meckenbeuren. Gemeinsam mit Karl Honnen stand er beim Stadtfest am Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und beantwortete Fragen zum Fahrradverkehr, zum Entwicklungspotenzial muskel- oder per Akku betriebener Räder oder zu den Radwegekonzepten in der Region. Und die beiden ADFC-Vertreter gaben Tipps für Radwanderreisen in der Region wie auch andernorts.

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Bruno Walter: städtischer Radverkehr muss attraktiver werden

„Von Tettnang nach Meckenbeuren ging es fast wie im Flug“, berichtete Bruno Walter, Tettnangs Bürgermeister, vom vormittäglichen Beginn der Sternfahrt. Weniger gut in Fahrt komme jedoch der Radwegeausbau in seiner Stadt, erklärte der Kommunalpolitiker. „In historischen Innenstädten ist es schwierig, Radfahrer und Autofahrer unter einen Hut zu bekommen“, sagte Walter. Dennoch bemühe man sich, auch den städtischen Radverkehr attraktiver zu machen – nicht nur den in der freien Landschaft.

Die Ankunft der „Sternfahrer“ war Auftakt-Event zum Stadtfest in Markdorf.
Die Ankunft der „Sternfahrer“ war Auftakt-Event zum Stadtfest in Markdorf. | Bild: Jörg Büsche

„Wir Bürgermeister tauschen uns aus“

Nur so könne das Fahrrad zu einer Alternative werden, das von mehr Menschen angenommen werde. „Natürlich tauschen wir Bürgermeister uns aus“, erklärte Bruno Walter, „nur so kommen wir insgesamt weiter mit dem Radverkehr, wenn wir uns anschauen, was die anderen machen.“

Dreimal so viele Teams wie 2018

Dazu lud auch Stefan Haufs ein, Fahrradkoordinator im Bodenseekreis. Er freut sich, dass kreisweit 110 Teams bis zum 12. Juli aufs Rad steigen, um CO2 einzusparen, dreimal so viele wie im vergangenen Jahr.

Weitere Informationen: http://www.stadtradeln.de/bodenseekreis

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