Manchmal eskalieren Partys von Jugendlichen mit gefährlichen Folgen wegen übermäßigen Alkoholkonsums. Für Eltern ist die Situation sehr schwierig, wenn Tochter oder Sohn von der Polizei heimgebracht oder mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Netzwerk für Hilfestellung verfügbar

Laut Mitteilung des Landratsamtes bietet das Präventionsprojekt „Hart am Limit“ (HaLT) der Psychosozialen Beratungsstelle Friedrichshafen Hilfe und Unterstützung. „Das Projekt widmet sich dem Problem des Rauschtrinkens und erreicht riskant konsumierende sowie gefährdete Kinder und Jugendliche, die ihre Grenzen austesten“, erklärt Sandra Burkhardt vom Pressebüro des Landratsamtes.

Es werden Lösungsansätze erarbeitet

Mit der örtlichen Polizei, Krankenhäusern, der Suchtberatungsstelle der Psychosozialen Beratungs- und ambulanten Behandlungsstelle der Diakonie und Vertretern des Landratsamtes werden Lösungsansätze erarbeitet, um den Alkoholkonsum bei Jugendlichen zu verringern.

Gesprächsangebote für Jugendliche und Eltern

Falls ein Kind oder ein Jugendlicher wegen Alkoholkonsums auffällt, ist vorgesehen, dass ein Mitarbeiter der Suchtberatungsstelle mit den Eltern und dem Kind Kontakt aufnimmt und die Möglichkeit der gemeinsamen Aufarbeitung des Vorgefallenen anbietet. „Ziel ist es, das einschneidende Ereignis zu besprechen und die Kinder und Jugendlichen für eine Auseinandersetzung mit ihrem Konsum- und Risikoverhalten im Rahmen eines Gruppenangebotes zu motivieren“, so Burkhardt.

Beratungsangebot ist kostenfrei

Für Eltern gibt es die Möglichkeit, Beratungsgespräche wahrzunehmen, um eine klare Haltung entwickeln zu können. Das Angebot ist kostenfrei und die Mitarbeiter der Beratungsstelle unterliegen der Schweigepflicht.

Eltern als Vorbilder sollen Grenzen setzen

Um sich auf ein Gespräch vorzubereiten, ist es nützlich, den eigenen Konsum zu reflektieren. „Als Eltern ist man Vorbild und sollte sich danach verhalten. Es geht darum, Grenzen zu setzen, was akzeptabel ist und was nicht“, so Burkhardt.

Auf angemessene Reaktion achten

Auf Verletzungen dieser Grenzen müsse angemessen reagiert werden. Eltern sollten eine gemeinsame klare Haltung entwickeln. Wichtig sei, mit dem eigenen Kind über dessen Konsum ins Gespräch zu kommen und mehr über die Hintergründe für das exzessive Trinken zu erfahren. Ebenso sei es wichtig, mit den Jugendlichen über deren Lebenssituation und Perspektiven zu reden und sich auszutauschen.

Kontakt: Psychosoziale Beratungsstelle Friedrichshafen, Katharinenstraße 16, Telefonnummer 0 75 41/95 01 80, E-Mail: info@suchtberatung-fn.de; Internet: www.suchtberatung-fn.de; www.pille-palle.net