Bürgermeister Robert Scherer und Rico Goede von der EnBW trafen sich am Stadtgraben, um dort die bisher im Probebetrieb laufende Schnellladesäule offiziell in Betrieb zu nehmen. Dieser Ladesäulen-Typ schafft es laut Rico Goede im Optimalfall – abhängig vom Auto- und Batterietyp – das Fahrzeug in einer Viertelstunde für mehr als 100 Kilometer Reichweite zu laden.

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Auch Strecke von Friedrichshafen bis Lindau soll ausgestattet werden

Die Ladesäule in Meersburg reiht sich ein in ein Netz, das sich am gesamten nördlichen Bodenseeufer entlangziehen soll: In Sipplingen, Uhldingen, Meersburg, Hagnau, Immenstaad und am Landratsamt in Friedrichshafen stehen diese 50-Kilowatt-Gleichstromsäulen entweder bereits, oder werden laut Rico Goede bis zum Sommer in Betrieb genommen. Später soll auch die Strecke von Friedrichshafen bis Lindau derart ausgestattet werden. „Dann haben wir eine Dichte dieser neuen Säulen, wie sie noch sehr selten ist“, sagt Goede. Überlingen bleibe vorerst ausgespart. „Wir haben Uhldingen gewählt, weil das eine Netzkommune ist.“ Er wolle aber nicht ausschließen, dass man in Überlingen später einen privaten Standort finde, den man nutzen werde.

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Stresstest in der Urlaubssaison

Grund für die aktuellen Anstrengungen ist der Start der Urlaubssaison, während der sich die Alltagstauglichkeit in Stoßzeiten zeigen soll. Um den Kunden einen Überblick zu geben, werde über eine App nachgedacht, die anzeigt, wo welche Ladesäulen stehen und welche gegebenenfalls reserviert werden kann. So eine App gibt es aber noch nicht, informierte die EnBW (wir korrigieren hiermit eine frühere Fassung dieses Textes, in dem irrtümlicherweise geschrieben wurde, dass es diese App schon gebe).

Zentraler Standort soll Menschen in die Stadt locken

Die Säule in Meersburg verfüge über alle drei Varianten von Ladesteckern, die existieren. Somit könne sie von allen Elektroautos genutzt werden. Mit Blick auf die Touristen treffen sich die Interessen von Anbieter und Stadt, wie Robert Scherer erläutert: „Wir haben den Standort ganz bewusst so zentral gewählt, damit die Nutzer in der Zwischenzeit durch die Altstadt bummeln können, vielleicht an Meersburg Gefallen finden oder in dem einen oder anderen Betrieb etwas essen oder einen Kaffee trinken.“ Jetzt gelte es nur noch, die Hinweistafeln anzubringen, um die Parkplätze für E-Autos zu reservieren.