Mit drei Anträgen greift die SPD-Kreistagsfraktion aktuell die Anregungen und Vorschläge der Jugendkonferenz auf, deren Ergebnisse in der vergangenen Woche im Kreistag vorgetragen wurden. Dies teilt die SPD-Kreistagsfraktion über ihre Klausurtagung mit. So unterstütze die SPD die Einrichtung eines Jugendkreisrats und zur Vorbereitung dazu die Bildung von Workshops unter der Federführung des Kreisjugendreferats. „Demokratie ist kein Selbstläufer, sondern muss immer wieder neu konkret erlebbar sein“, wird Fraktionsvorsitzender Norbert Zeller zitiert.

Gute Erfahrungen mit Jugendgemeinderat in Überlingen

Kreisrat Jan Zeitler, Oberbürgermeister von Überlingen, berichtete über die positive Wirkung des Jugendgemeinderats auf die Gemeindepolitik in Überlingen. Er sei sich sicher, dass auch auf Kreisebene ein Jugendkreisrat mit Sitz und Antragsrecht neue Impulse bewirken werde. Für die SPD-Kreistagsfraktion sei es dabei wichtig, die Teilhabe von Jugendlichen nicht nur auf jugendspezifische Themen zu reduzieren, sondern die Mitwirkung für alle Lebensbereiche zu ermöglichen. 

Das könnte Sie auch interessieren

In einem zweiten Antrag greifen die SPD-Kreisräte die Anregung auf, zum Thema Umwelt und Klimaschutz Workshops mit den Jugendlichen durchzuführen. Der Landkreis müsse etwa prüfen, inwiefern er die Forderung nach Unverpackt-Läden unterstützen könne, so Kreisrat Boris Mattes. Schließlich fordert die SPD in einem dritten Antrag die Befragung der Jugendlichen zur Mobilität. Konkret gehe es dabei um Schülerrabatte, häufigere Zug- und Busverbindungen, den Ausbau und die Sanierung von Radwegen und den Ausbau von Nachtbussen, „damit die Jugendlichen auch wieder sicher nach Hause kommen“, wie Kreisrätin Britta Wagner fordert.

SPD hält an Mobilitätsmanager fest

Erneut werde die SPD zusammen mit den Grünen einen Mobilitätsmanager einfordern. Dieter Stauber: „Wir müssen begreifen, dass Mobilität sich nicht nur auf die Straßen bezieht, sondern alle Verkehrsbereiche umfasst.“ Dazu zähle der Schienenverkehr, aber auch der Rad- und Fußgängerverkehr, sowie die Schifffahrt und der Flughafen. In diesem Zusammenhang fordert die SPD den Ausbau von Fahrradabstellplätzen an kreiseigenen Gebäuden.