Nach einer ersten Zwischenbilanz am Donnerstag liegen jetzt alle Ergebnisse zum bundesweiten Aktionstag gegen Ablenkung im Straßenverkehr vor. Die Polizei wollte mit der Aktion darauf aufmerksam machen, wie gefährlich etwa die Handy-Nutzung am Steuer sein kann, aber auch auf weitere unterschätzte Gefahren durch Ablenkungen im Straßenverkehr hinweisen.

212 Handy-Verstöße

Bei Auto- und Lastwagenfahrern stellten die Beamten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz, also den Landkreisen Konstanz, Ravensburg, Sigmaringen und im Bodenseekreis, insgesamt 212 Handy-Verstöße und 378 Verstöße gegen die Gurtpflicht fest, teilt die Polizei mit. In zwölf Fällen wurde bei Kontrollen eine fehlende Kindersicherung und in einem Fall ein nicht getragener Schutzhelm beanstandet. Bei den Radfahrern fiel die Mehrzahl (34) durch das Tragen von Ohrstöpseln und die Bedienung des Handys während der Fahrt (12) auf.

1276 Fahrer wurden kontrolliert

Insgesamt wurden am Aktionstag zwischen 6 Uhr morgens und Mitternacht in der Region 1276 Verkehrsteilnehmer kontrolliert, darunter 1112 Auto-, 64 Lastwagen- und 89 Fahrradfahrer. "Etwa jeder fünfte kontrollierte Kraftfahrzeuglenker hatte demnach das Handy in der Hand und war durch die Benutzung abgelenkt, rund jeder dritte war am Steuer nicht angeschnallt", zieht Gerd Stiefel, stellvertretender kommissarischer Leiter des Polizeipräsidiums Konstanz, eine alarmierende Bilanz. "Es zeigt sich, dass derartige Kontrollen im Hinblick auf die Verkehrssicherheit und die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer unerlässlich sind", wird Stiefel in der Mitteilung der Polizei weiter zitiert.

180 Polizisten an Kontrollen beteiligt

Die Kontrollen erstreckten sich sowohl auf die Autobahnabschnitte der A 81, 96 und 98 im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz als auch auf das Bundes- und Landesstraßennetz sowie die Stadt- und Gemeindestraßen. Dabei waren insgesamt rund 180 Polizisten an den Kontrollen beteiligt, die Gesamtdauer der Kontrollstunden beträgt 181.