Die letzten beiden Triebwagen des Typs Lint 54 für die Bodenseegürtelbahn sind vom Alstom-Werk in Salzgitter zur Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG (SWEG) überführt worden. Dies teilt das Landesverkehrsministerium mit. Damit seien alle fünf Fahrzeuge, die für den Einsatz der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) auf der Bodenseegürtelbahn von Herbst 2019 an vorgesehen sind, pünktlich ausgeliefert und übergeben worden.

Ab Herbst nur noch Niederflurtriebwagen

„Die Leistung von Alstom ist ein positives Beispiel dafür, dass die Bahnindustrie auch pünktlich liefern kann“, freut sich der Amtschef des Landesverkehrsministeriums, Uwe Lahl, der auch Vorsitzender des SWEG-Aufsichtsrats ist. „Mit dem Einsatz der Neufahrzeuge können wir die älteren Triebwagen der Baureihe VT 628 in der Bodenseeregion ablösen und werden ab Mitte September zwischen Lindau und Radolfzell ausschließlich Niederflurfahrzeuge einsetzen und steigern damit die Qualität auf der Bodenseegürtelbahn deutlich“, ergänzt David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio für Baden-Württemberg.

Derzeit werden die Lokführer geschult

Die Lint 54-Triebwagen sind durch das Eisenbahn-Bundesamt zugelassen und zum Teil bereits DB Regio für Schulungszwecke übergeben. Bis September finden die notwendigen Schulungen der Lokführer statt. Gewartet werden die modernen Fahrzeuge in der Eisenbahnbetriebswerkstatt der SWEG in Gammertingen, die derzeit modernisiert wird. Die Zugleistungen auf der Bodenseegürtelbahn werden unverändert von DB Regio erbracht. Mit der Bereitstellung und Instandhaltung der fünf Triebfahrzeuge kooperieren die SWEG und die RAB auf der Bodenseegürtelbahn. Im Zuge dieser Partnerschaft nimmt die RAB auch Leistungen von Triebfahrzeugführern und der Instandhaltung von der SWEG in Anspruch. In nächster Zeit könne es also vorkommen, dass schon im Rahmen des Ausbildungsverkehrs neue Züge auf der Bodenseegürtelbahn halten werden und den Fahrgästen einen neuen Komfort böten, quasi als Vorgeschmack auf den regulären Einsatz von Mitte September 2019 an, so das Ministerium.