Der Bodenseekreis strebt die Auszeichnung „Fahrradfreundlicher Landkreis“ an. Um dieses Ziel zu erreichen und um in diesem Zuge das Radverkehrskonzept von 2016 umzusetzen, hat der Kreis 2017 die Stelle des Radverkehrskoordinators geschaffen. Regine Wehlen vom Straßenbauamt und Stefan Haufs vom Amt für Kreisentwicklung teilen sich seit rund einem Jahr die Aufgabe. Während Wehlen für die Verbesserung der Radinfrastruktur für die Erhöhung der Sicherheit zuständig ist, befasst sich Haufs mit dem Marketing sowie der Koordination der Maßnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Anteil des Radverkehrs soll bis 2025 auf 22 Prozent steigen

Mit 1100 Kilometern Radverkehrsnetz sei der Bodenseekreis vergleichsweise gut aufgestellt, sagte Haufs bei der ADFC-Kreisverbandsversammlung. Trotzdem müsse weiter ausgebaut sowie die Sicherheit und Qualität der Wege erhöht werden. So soll der Anteil des Radverkehrs im Kreis bis 2025 auf 22 Prozent steigen. 4,7 Kilometer Radweg und vier Querungshilfen wurden in den vergangenen drei Jahren gebaut. Weitere 2,3 Kilometer sowie zwei Querungshilfen sollen 2019 dazukommen, wobei ein Großteil der Maßnahmen in der Zuständigkeit von Bund und Land liege.

10,6 Millionen Euro für Maßnahmen in der Zuständigkeit des Landkreises

Für die Maßnahmen in der Zuständigkeit des Bodenseekreises, die Schaffung von 23,8 Kilometern neuer Radwege, den Ausbau auf einer Strecke von 13,5 Kilometern sowie den Bau von 24 Mittelinseln, fallen laut Haufs 10,6 Millionen Euro an – ohne die Kosten für Grunderwerb und Planung.

Das könnte Sie auch interessieren

Vier neue Routen zur Entlastung des Bodensee-Radwegs

„Wenn man sich für grüne Mobilität einsetzt, belebt man die Innenstädte“, gab sich Haufs überzeugt. So soll ein bundesweites Forschungsprogramm im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative den Einsatz von Lastenrädern fördern. Teilgenommen hat im Bodenseekreis das Abfallwirtschaftsamt. Um Touristen aufs Rad zu bringen und dabei den Bodensee-Radweg zu entlasten, wurden vier neue Routen geplant. Bis zum Spätsommer soll die Beschilderung stehen, sagte Haufs. Die Höchsten-Radtour sei bereits in der neuen Bodensee-Radkarte eingezeichnet.

Das könnte Sie auch interessieren

Pendlerkampagnen, Aktion Stadtradeln und organisierte Radtouren

Auch die Aktion Stadtradeln, an der 2018 Friedrichshafen und Meckenbeuren teilgenommen haben sowie verschiedene organisierte Radtouren und Pendlerkampagnen sollen Klimaschutz und Radverkehr weiter voranbringen. Viel Lobbyarbeit bei allen Anrainerstaaten ist laut Haufs bei der geplanten Anpassung des Euro-Velo-15-Radwegs gefragt, der von der Quelle bis zur Mündung des Rheins führt. Die Idee des Projekts sei, ihn nicht nur wie bisher am Südufer des Bodensees, sondern auch am Nordufer entlang des Bondensee-Radwegs zu führen.

Das könnte Sie auch interessieren

Treffen zum "Runden Tisch Radverkehr"

Am Mittwoch, 20. März, treffen sich unter anderem Vertreter des Polizei- und Regierungspräsidiums, des Planungsbüros sowie des ADFC zum „Runden Tisch Radverkehr“. Dort wollen sie Themen wie die gemeinsame Umsetzung des Radverkehrskonzepts sowie eine Qualitätsoffensive Bodensee-Radweg besprechen.