Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand ein als Maschinen- und Lagerhalle genutzter Komplex nach Polizeiangaben bereits im Vollbrand. Genährt durch trockenes Stroh und angefacht durch den aus südlicher Richtung wehenden Wind entwickelte sich das Feuer rasch zu einem Großbrand, teilt der Kreisfeuerwehrverband mit.

Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge erreichten die Einsatzstelle.
Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge erreichten die Einsatzstelle. | Bild: Kreisfeuerwehrverband

Das Wohnhaus konnte gerettet werden, die Bewohner blieben unverletzt und wurden vom Notfallnachsorgedienst betreut. Auf zwei weitere Gebäude – einen Garagenkomplex und eine Halle, die als Stall und Heulager genutzt wurde – griffen die Flammen jedoch über, berichtet die Polizei. Der an den Gebäuden und dem darin gelagerten Inventar entstandene Schaden kann derzeit nicht genau beziffert werden. Nach Schätzung der Polizei dürfte aber deutlich über einer Million Euro liegen.

40 Kälber und Rinder sterben

Auch die meisten der rund 160 Kälber, Rinder und Pferde konnten aus der Stallung gerettet werden. Die Feuerwehr brachte 120 Tiere in letzter Minute ins Freie. Für etwa 40 Kälber und Rinder kam allerdings jede Hilfe zu spät.

Unterstützung aus umliegenden Gemeinden und vom Flughafen

Ab 18.15 Uhr waren alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Meckenbeuren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Einheiten aus Eriskirch, Tettnang, Kressbronn, Friedrichshafen und Markdorf sowie von der Werkfeuerfehr Bodensee-Airport Friedrichshafen, die mit dem Flugfeldlöschfahrzeug „Panther“ vor Ort war. Insgesamt waren dem Kreisverband zufolge mehr als 170 Feuerwehrangehörige mit 37 Fahrzeugen im Einsatz.

Das Flugfeldlöschfahrzeug „Panther“ gibt Löschwasser an andere Feuerwehrfahrzeuge ab.
Das Flugfeldlöschfahrzeug „Panther“ gibt Löschwasser an andere Feuerwehrfahrzeuge ab. | Bild: Kreisfeuerwehrverband

Sechs Feuerwehrleute müssen medizinisch versorgt werden

Der Rettungsdienst war nach Feuerwehrangaben mit zwei Schnelleinsatzgruppen mit elf Fahrzeugen und 32 Helfern vor Ort. Sechs Feuerwehrleute, die im Einsatz Kreislaufprobleme oder eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten hatten, mussten medizinisch versorgt werden.

Schaulustige erschweren Einsatzkräften das Anrücken

Eine schwarze Rauchwolke war weithin sichtbar. Zahlreiche Schaulustige mit ihren Autos erschwerten den Einsatzkräften teilweise das Anrücken auf der Mariabrunner Straße, teilt der Kreisfeuerwehrverband mit.

Auch von der Rückseite her greift die Feuerwehr den Brand an.
Auch von der Rückseite her greift die Feuerwehr den Brand an. | Bild: Kreisfeuerwehrverband

Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen zur Brandursache auf

Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Darüber hinaus waren mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Friedrichshafen vor Ort im Einsatz.

Brand nach Stunden unter Kontrolle

Um 22.30 Uhr konnte nach Feuerwehrangaben gemeldet werden, dass der Brand unter Kontrolle ist, die aufwendigen Nachlöscharbeiten waren da allerdings noch nicht abgeschlossen. Eine Warnung für die Bevölkerung, die aufgrund der starken Rauchentwicklung über die Warn-App Nina verbreitet worden war, konnte um 23.50 Uhr wieder aufgehoben werden.

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