Bodenseekreis – Aus diesem Anlass weist das Gesundheitsamt des Bodenseekreises nachdrücklich auf die Schutzimpfung gegen Masern für alle nach 1970 Geborenen hin: Ein vollständiger Impfschutz besteht aus zwei Impfungen, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts Bodenseekreis. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für Kinder ab dem elften Lebensmonat. Sie wird vorzugsweise als Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln verabreicht. Jedoch auch für Erwachsene wird die Impfung gegen Masern als sogenannte Indikationsimpfung bei bestimmten Berufsgruppen oder als vorbeugende Impfung nach einem Kontakt zu Masernkranken empfohlen. Das können Beispiel Mitarbeiter im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Kinderheimen sein

Um gegen die Krankheit vorgehen zu können und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, gibt es eine gesetzliche Meldepflicht bei Erkrankungsfällen. So müssen es Eltern der Schule oder dem Kindergarten unverzüglich mitteilen, wenn das Kind an Masern erkrankt ist. Die Schulen haben dann diese Meldung sofort an das Gesundheitsamt weiterzuleiten. Ärzte müssen bereits einen Verdachtsfall umgehend dem Gesundheitsamt melden. Das Landratsamt erwartet, dass in nächster Zeit weitere Masernfälle auftreten werden oder es sogar zu Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen kommen kann. In diesem Fall wird das Gesundheitsamt fordern, dass nur die Kinder weiterhin die Einrichtung besuchen können, die einen vollständigen Schutz mit zweifacher Impfung nachweisen oder bei denen nachgewiesen ist, dass sie bereits Masern hatten.

Das Masernvirus ist nach Angaben des Gesundheitsamts extrem ansteckend. Typisch für den Verlauf ist nach ersten Symptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen oder einer Augenentzündung das Auftreten eines Hautausschlages und weißer Flecken an der Mundschleimhaut. Endgültig gesichert werden kann die Diagnose jedoch nur durch eine Laboruntersuchung. Masern sind wegen der häufigen und zum Teil schwerwiegenden Komplikationen keine harmlose Kinderkrankheit. So kann damit einhergehend eine Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung auftreten. Eine ursächliche Behandlung der Masern gibt es nicht. Deshalb ist die vorbeugende Impfung so wichtig, betont das Gesundheitsamt des Bodenseekreises.

Informationen zu Masern gibt es im Internet unter www.rki.de, Suchbegriff „Masern“. Auskünfte erteilt das Gesundheitsamt werktags zu den regulären Öffnungszeiten unter Telefon 0 75 41/2 04 58 41.