Die Naturschützer hatten per Eilantrag versucht, gegen den Bebauungsplan und die Baugenehmigung zu klagen. Das Verwaltungsgericht lehnte dies jedoch ab. Der BUND könne zwar gegen den Bebauungsplan selbst vorgehen, "eine Doppelprüfung von Bebauungsplan und Baugenehmigung muss aber vermieden werden“, begründete das Gericht seine Entscheidung.

OB Ecker sieht sich bestätigt

Lindaus Oberbürgermeister Gerhard Ecker sieht mit dem Urteil die Rechtsauffassung der Stadtverwaltung zum wiederholten Mal bestätigt. „Wir arbeiten weiter daran, den Willen der Bürger und der Stadtratsmehrheit zum Bau der Therme zügig umzusetzen.“

Eine visualisierte Außenaufnahmen der geplanten Therme in Lindau.
Eine visualisierte Außenaufnahmen der geplanten Therme in Lindau. | Bild: Schauer & Co. GmbH

BUND will in Berufung gehen

„Wir lassen uns das nicht gefallen und werden Berufung beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einlegen“, erklärte Erich Jörg, Vorsitzender des BUND Lindau, auf Anfrage dieser Zeitung. Er ist sicher, "dass in der Sache an sich noch nichts entschieden ist". Der Ortsverband Lindau könne bei weiteren Klagen auf die Unterstützung des BUND-Landesverbandes Bayern setzen, gibt sich Erich Jörg kämpferisch.

Überlinger Investor Schauer will 34,5 Millionen investieren

Wenn es nach den Plänen des Überlinger Investors Andreas Schauer geht, soll das 34,5 Millionen teure Projekt jetzt so schnell wie möglich umgesetzt werden. Es kann jedoch sein, dass auch Anwohner noch gegen die geplante Therme, die auf dem Gelände des ehemaligen Strandbades Eichwald errichtet werden soll, ebenfalls klagen.

Andreas Schauer ist startklar: Der Badinvestor aus Überlingen will am Standort Eichwaldbad in Lindau die größte Therme am Bodensee bauen.
Andreas Schauer ist startklar: Der Badinvestor aus Überlingen will am Standort Eichwaldbad in Lindau die größte Therme am Bodensee bauen. | Bild: Katy Cuko

Beim BUND, der jetzt die Kosten des Verfahrens tragen muss, war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.