Im Landkreis Bodenseekreis lasse es sich gut und sicher leben. Nur werde diese objektive Erkenntnis bei manchen von einem subjektiven Unbehagen bedrängt, das nach der Faktenlage gar nicht begründet sein könne. Diese beiden Punkte stellte Polizeivizepräsident Gerold Sigg bei seinem Bericht über die Sicherheitslage im Kreis besonders heraus. „Ich kann aufgrund unserer kriminalistischen Erkenntnis aus voller Überzeugung sagen, dass sie nach wie vor sehr, sehr sicher leben hier“, erklärte Sigg in der jüngsten Kreistagssitzung.

Wohnungseinbrüche nach hohen Fallzahlen erneut leicht zurückgegangen

In vier Bereichen versuchte der Polizeivizepräsident deutlich zu machen, „dass Verbrechensfurcht nicht angezeigt ist“. Allerdings fügte Gerold Sigg hinzu, dass das subjektive Sicherheitsgefühl nicht mit dem korrespondiere, „was wir an objektiven Daten zusammentragen“. So seien die Wohnungseinbrüche nach hohen Fallzahlen erneut leicht zurückgegangen.

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Seit 2015 „sehr, sehr deutlicher“ Rückgang bei Messerdelikten

Statistisch leicht zugenommen hätten zwar die Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum, sagte Gerold Sigg. Unter 505 Delikten seien 466 Körperverletzungen „überwiegend einfacher Begegnungsweise“ gewesen. Doch scheine der Eindruck vorzuherrschen, dass nahezu in jedem Fall irgendwo ein Messer eine Rolle spiele. Bis zum Jahr 2015 hätten Messerdelikte in der Tat zugenommen, doch seit 2015 sei hier ein „sehr, sehr deutlicher Rückgang“ zu beobachten. Vermutlich trage auch die Wahrnehmung der Medienberichterstattung zu dem verzerrten Bild bei, sagte Sigg.

Drei Frauen Opfer von Verstößen gegen sexuelle Selbstbestimmung

Opfer von Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung seien im Vorjahr drei Frauen im Landkreis geworden, dies sei ein Rückgang um 50 Prozent von sechs Fällen im Jahr 2017.

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Stauber (SPD) warnt vor vorschnellen Rückschlüssen zu Ausländerkriminalität

Vor schnellen Rückschlüssen warnte Kreisrat Dieter Stauber (SPD) beim Thema Ausländerkriminalität. So seien junge Menschen statistisch gesehen krimineller als ältere, Männer seien krimineller als Frauen und Ausländer seien überproportional vertreten gegenüber Einheimischen. Wobei viele Straftaten nur von Ausländern begangen werden könnten. Allerdings seien sie auch bei den Opfern häufiger vertreten. Hier helfe nur kühler Sachverstand.