Bei strahlendem Sonnenschein haben die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) am Sonntag die Saison beendet. "Nur noch heute" war unter anderem an der Anzeigentafel am Anleger in Meersburg zu lesen. Pressesprecher Josef Siebler erklärt dazu: "Die Schifffahrt wird nicht eingestellt. Es gibt nur keinen Kursverkehr." Auch das gute Wetter hat nicht zu einer Fortsetzung bis in den November animiert. Denn: Der Zeitplan der Kursfahrten ist fest mit den Betrieben in der Schweiz und Österreich abgestimmt. "Es könnte sein, dass es am Wochenende noch mal Sonderfahrten gibt", sagt Siebler. Ansonsten gilt ab sofort jedoch der Winterfahrplan mit Charter- und Ausflugsfahrten, zum Beispiel zu Silvester.

Die Zeit bis in den März 2019 wird genutzt, um die Schiffe auf den neusten Stand zu bringen. Die BSB verfügt über zwölf Kurs- und Ausflugsschiffe sowie eineinhalb Fähren, die durchgehend zwischen Friedrichshafen und Romanshorn verkehren. Die MS Karlsruhe, die MS Baden und die MS München sind bereits auf der Werft. Für die MS Karlsruhe und die MS Stuttgart steht diesen Winter jeweils die große Landrevision an.

Viele Mitarbeiter der BSB arbeiten im Winter auf der Werft 

"Jedes Boot ist prinzipiell einmal im Jahr auf der Werft", erläutert Josef Siebler. In der Regel geschieht dies in Friedrichshafen. Dann werden die Boote von außen und innen überprüft, die Technik getestet, Ersatzteile eingebaut und Verschleißteile ausgetauscht. Die Schiffe werden gestrichen und die Decks in Ordnung gebracht. "Im Prinzip wird mit Hochdruck daran gearbeitet, bis Mitte März fertig zu werden", so der Pressesprecher. Die meisten Mitarbeiter haben Siebler zufolge handwerkliche Berufe und arbeiten den Winter über auf der Werft. Zudem nutzen die Schiffsführer und Skipper die Gelegenheit für Urlaub. 

Die Anlegestelle in Langenargen kann momentan von Schiffen der BSB nicht mehr angefahren werden. Grund ist der niedrige Wasserstand.
Das Passagierschiff "Karlsruhe" fährt auf dem Bodensee die Anlegestelle von Langenargen an (Archiv). | Bild: Felix Kästle

Verabschiedet wurde sich am Sonntag entsprechend herzlich. In Meersburg wurden die an- und ablegenden Schiffe mit der badischen Fahne und Musik willkommen geheißen und verabschiedet. Die Passagiere reagierten mit Winken, die Kapitäne mit lautem Hupen. Während es zum Saisonauftakt im März die Flottensternfahrt gibt, sind die Mitarbeiter im Oktober frei in der Gestaltung. "Es kennen sich alle. Deshalb machen sie das auch so herzlich", sagt Josef Siebler – über die deutschen Landesgrenzen hinweg.