Auffallend ist aus Sicht der Beamten, dass aktuell gezielt Menschen mit akademischen Titeln kontaktiert werden. „Ob Doktortitel oder nicht – das Ziel der Betrüger bleibt das Gleiche“, schreibt die Polizei in einem Pressetext. Sie wollen ihre Opfer um das Ersparte und vorhandene Wertgegenstände bringen. Die Methoden der Betrüger werden allerdings immer variantenreicher.

Inzwischen gibt es verschiedene Maschen

In den meisten Fällen wiesen die Anrufer ihre Gesprächspartner auf Einbruchsdelikte in deren Nähe hin und warnten vor einer möglichen Gefahr. Daneben brachten sie ins Spiel, dass die Polizei korrupten Mitarbeitern der jeweiligen Hausbank auf der Spur sei, die illegale Geldgeschäfte betreiben. Den Angerufenen wurde vorgegaukelt, dass diese durch das Abheben eines größeren Geldbetrages maßgeblich zur Überführung der Tatverdächtigen beitragen können.

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So konnten die Betrüger in den vergangenen Tagen durch ihr geschicktes Vorgehen drei Betroffene zur Übergabe von Bargeld und Wertgegenständen im sechsstelligen Bereich bewegen. Dabei ist laut Polizeibericht jeder Einzelfall dramatisch. Die Betrogenen schämen sich, auf die Gauner hereingefallen zu sein. Sie überlegen sich sogar, überhaupt eine Anzeige zu erstatten. Ältere Menschen werden um ihr lange angespartes Vermögen gebracht werden und das Vertrauen in die Polizei skrupellos ausgenutzt, heißt es weiter. Auch bei den aktuellen Betrugsdelikten berichteten die Angerufenen von teilweise mehrstündigen Telefonaten mit den Tätern.

Die Telefonate sind so aufgebaut, dass die Opfer am Ende nicht mehr unterscheiden können, ob sie es mit echten Polizisten zu tun haben oder nicht. Um misstrauischen Opfern Gewissheit zu geben, werden sie von den Betrügern aufgefordert, umgehend die 110 zu wählen. Allerdings kommen die schnellen Rückrufe nicht bei der Polizei, sondern wieder bei den Tätern an. Es steht fest, dass die Betrüger auch im Internet über ihre Opfer recherchieren und die dabei erlangten Informationen gezielt bei den Telefonaten einsetzen.

Täter nutzen spezielle Technik

Die Täter nutzen eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt. Deshalb ist wichtig: Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Sie fordere Menschen auch in keinem Fall telefonisch auf, Bargeld oder Wertgegenstände bereitzustellen oder Geld bei der Bank abzuheben, das später abgeholt wird.